Hier in Kirchäcker Süd wird ein Sicherheitsventil installiert Foto: Archiv Reinhardt

Lauffener Ortschaftsrat beschließt ein Sicherheitsventil im Leitungsnetz.

​In der Sitzung des Ortschaftsrates Lauffen am 9. Februar standen wichtige Infrastrukturprojekte im Fokus, die insbesondere die Sicherheit der Bürger und den Erhalt lokaler Bauwerke betreffen.

 

Ein zentraler Diskussionspunkt war der geplante Einbau eines Sicherheitsventils im Wasserleitungsnetz im Bereich des Hans-Ohnmacht-Rings. Hintergrund dieser Maßnahme sind schwere Wasserschäden, die sich in der Vergangenheit im Baugebiet „Kirchäcker Süd“ ereigneten. Zwar ergab eine installierte Drucküberwachung im Gebäude Hans-Ohnmacht-Ring 33 bislang keine Werte außerhalb der zulässigen Norm von maximal zehn bar Netzdruck, jedoch wurden kontinuierliche Druckschwankungen im Netz registriert.

In der Aussprache im Rat wurden jedoch kritische Stimmen laut: Alexander Hirt (SPD) zog die Notwendigkeit der Maßnahme grundsätzlich in Zweifel, während sein Fraktionskollege Gerold Zepf vorschlug, die Situation zunächst weiter zu beobachten und das System zu testen, bevor investiert wird.

Die Gemeinde will vorsorgen

Dem hielten Ortsvorsteher Karl Heinz Maier und Ortsbaumeister Rainer Braun entgegen, dass die Gemeinde zwar keine Schuld an den zurückliegenden Rohrbrüchen trage, man aber zur künftigen Schadensprävention handeln müsse. Maier betonte dabei, dass „Sicherheit vorgehe“, um die Anwohner nachhaltig zu schützen. Letztlich folgte das Gremium dieser Argumentation und beschloss mit sieben Ja- und zwei Nein-Stimmen den Einbau des Sicherheitsventils zu einem Angebotspreis von 10 548,53 Euro. Die Finanzierung erfolgt über die Jahrespauschale für das Leitungsnetz.

Massive Mauerschäden und lose Steine

Ein weiteres bedeutendes Vorhaben ist der Ersatzneubau der „4-Linden-Brücke“ über den Triebwerkskanal. Das bestehende Natursteinbauwerk, das als einzige Zufahrt zur sogenannten „Neckar-Insel“ dient, weist massive Schäden am Mauerwerk sowie lose Scheitelsteine auf, weshalb die Traglast bereits auf zwölf Tonnen beschränkt werden musste.

Traglast soll erhöht erden

Da eine Instandsetzung laut Bauamt nicht mehr zielführend ist und die Brücke künftig auch für 40 Tonnen schwere Wartungsfahrzeuge des dortigen Rückhaltebeckens befahrbar sein muss, ist ein Neubau an gleicher Stelle geplant.

Die geschätzten Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich inklusive Ingenieurleistungen auf rund 340 000 Euro, wofür bereits Mittel in den Haushalten 2024 und 2025 bereitgestellt wurden. Die Submission der Angebote fand am 5. Februar statt.