Mit solchen Schildern begrüßt die Gemeinde Schonach seit vielen Jahren ihre Besucher. Foto: Claudius Eberl

Statt der Schilder an allen drei Ortseingängen liebäugelt der Gemeinderat mit einem Video-Bildschirm. Markus Schwer von der Schonacher Agentur High Five sieht darin viele Vorteile.

Die Beschilderung an den Ortseingängen ist fast 20 Jahre alt. Schonach präsentiert sich an den drei Ortseingängen mit „seinen“ nordischen Skisportlern. Der Gemeinderat bat die Verwaltung nun darum, diese Beschilderung überarbeiten zu lassen.

 

Dazu war Markus Schwer von der Schonacher Agentur High Five am Dienstag zu Gast im Gemeinderat. Er stellte seine Ideen vor. Demnach könnte an jedem der drei Ortseingänge ein anderes Schild stehen, das die Aufmerksamkeit auf Kultur, Sport und Natur lenkt.

Es könnten Holz und Stahl von heimischen Produzenten zur Verwendung kommen. Die Schilder könnten mit LED beleuchtet werden. Farblich und gestalterisch stellte Schwer verschiedene Entwürfe vor.

Aber: Am Ortseingang stünden mittlerweile drei Schilder, die die Gäste willkommen heißen. „Ist das nicht zu viel?“ fragte er in die Runde.

Ein zentraler Ort

Man könnte die Sache von einer anderen Seite angehen und statt neuer Ortseingangsschilder beim Anwesen Groote – dort wo heute schon ein Rahmen für große Banner steht und auf Veranstaltungen hinweist – einen großen Video-Bildschirm installieren. In dieser digitalen Lösung sah Schwer einen Mehrwert für alle: Ein zentraler Ort, an dem Einheimische und Besucher nicht schnell vorüberflitzen, sondern den sie oftmals zu Fuß passieren. Eine Möglichkeit, kurzfristig und schnell Änderungen vorzunehmen: Die Vereine müssten keine kostspieligen Banner beschaffen, sondern könnten sich Anzeige-Zeit auf dem Bildschirm kaufen.

Der Bildschirm bräuchte einen Tag- und Nachtmodus, um Anwohner nicht zu stören. Die Kosten für einen Bildschirm in der Größe von rund 488 mal 200 Zentimeter lägen bei 30 000 bis 50 000 Euro.

Bürgermeister begeistert

Er halte die Vorzüge der digitalen Variante für sehr gut, versicherte Bürgermeister Jörg Frey. Vor allem, da sich die Kosten in einem gewissen Rahmen hielten. Für eine neue Beschilderung müsste man ebenfalls zwischen 25 000 und 30 000 Euro rechnen, mit der digitalen Lösung sei man wesentlich flexibler und würde mehr Aufmerksamkeit erregen.

Das sah das Gremium ähnlich: Josef Spath regte an, den Bildschirm für Public-Viewing zu nutzen. „Gute Idee“, merkte sein Kollege Christian Kuner an, dafür könnte man den Bildschirm eventuell drehbar machen, um ihn Richtung Kurpark zu schwingen. Für die Bürger sei diese Möglichkeit viel interessanter, so Petra Hettich, und Julika Rainer merkte an, dass die Vereine das sicherlich begrüßen. Der Gemeinderat forderte die Verwaltung auf, in die weitere Planung und Kostenanalyse zu gehen.