Der Friedhof soll gestalterisch aufgewertet, die Gebühren sollen neu kalkuliert werden. Foto: Thomas Loisl Mink

Der Rümminger Friedhof soll verschönert und parkähnlicher gestaltet werden. Zugleich sollen auch die Friedhofsgebühren angepasst werden.

In seiner Klausurtagung hat sich der Rümminger Gemeinderat dafür ausgesprochen, den Friedhof zu verschönern und auch die Barrierefreiheit zu verbessern.

 

Es sollen Behinderten-Parkplätze und ein barrierefreier Zugang geschaffen werden. Die Grünfläche am Eingang soll mit Sitzgelegenheiten für mehr Aufenthaltsqualität sorgen. Dazu sollen auch die Wege erneuert werden. Zwischen der Kapelle und dem eigentlichen Friedhof ist eine neue und schönere Bepflanzung vorgesehen.

Die Parkplätze am Friedhof sollen tagsüber für Besucher und Beerdigungsgesellschaften reserviert sein. Von 8 bis 18 Uhr sollen Fahrzeuge künftig nur mit Parkscheibe und maximal zwei Stunden parken können. Aktuell sind die Parkplätze oft von dauerparkenden Anwohnern belegt. Nachts können sie ihre Fahrzeuge weiterhin dort abstellen.

Zuschlag für Auswärtige reduzieren

Eingestellt wird das Angebot Rasengräber mit Grabstein, für das die Fläche hinter der Friedhofskapelle reserviert war. Für dieses Angebot gab es bislang lediglich eine einzige Nachfrage. Bestehen bleibt das Angebot von Urnen-Rasengräbern hinten links auf dem Friedhofsareal. Tanja Hügin regte an, diesen Bereich mit Pflanzen und Blumen zu verschönern.

Der Zuschlag für Auswärtige auf dem Rümminger Friedhof beträgt bislang 100 Prozent. Er soll auf 50 Prozent reduziert werden, das ist das Maß, das der Gemeindetag empfiehlt. Damit sei man auf der rechtssicheren Seite, stellte Bürgermeisterin Joana Carreira fest. Auf Nachfrage von Gerhard Wildschütz sagte sie, die Menschen würden durchaus Preise vergleichen, und wenn die Gemeinde keinen Auswärtigenzuschlag habe, könne es sein, dass sie zu viele Anfragen erhalte.

Die Gebührenneu kalkulieren

Natalie Corsten gab jedoch zu bedenken, man müsse zwischen Auswärtigen differenzieren. Ihre Eltern und der Schwiegervater sind in Rümmingen beerdigt, obwohl sie nicht dort gelebt haben. Aber die Kinder leben in der Gemeinde. Es könne durchaus sein, dass Familienmitglieder von Verstorbenen dort leben.

Das sollte man berücksichtigen gegenüber jenen, die gar keinen Bezug zu Rümmingen haben, meinte sie. Carreira versprach, das zu prüfen und wenn möglich zu berücksichtigen.

Weiterhin sollen die Friedhofsgebühren allgemein neu kalkuliert und angepasst werden. Ziel ist es, die Maßnahmen in diesem Jahr umzusetzen, da sie auch im Haushalt veranschlagt sind. „Das ist unsere größte Maßnahme in diesem Jahr, abgesehen von der Schallbacher Straße“, stellte Carreira fest.