Wenn für Mario Gerlach (links) und Simon Ganter alles nach Plan läuft, kann in Freiburg schon bald gesurft werden. Foto: Alexander Blessing

Auf einem Parkplatz in Freiburg wird eine mobile Surfwelle errichtet. Sie soll das Wellenreiten unter freiem Himmel ermöglichen. Auf der Anlage entsteht auch ein Gastronomiebereich ähnlich einem Beach-Club. Die offizielle Eröffnung ist für Ende April geplant.

„Ich wollte das Surfen nach Freiburg holen“, sagt Mario Gerlach. Der 38-Jährige ist in der Surfszene gut vernetzt und davon überzeugt, dass das funktioniert. Rund zwei Millionen Euro investiert er mit der Surfield GmbH in die stehende Welle – eine mobile Surfanlage –, die auf einem Parkplatz neben dem XXXLutz Möbelhaus in der Herrmann-Mitsch-Straße errichtet wird. Die Anlage stand zuvor in einem Einkaufszentrum in Regensburg und soll nun eine neue Heimat für Surfer in Freiburg und der Umgebung werden. Die Fläche, auf der die Welle aufgebaut wird, gehört der Freiburger Wirtschaftsförderung FWTM und wurde für vorerst zwölf Monate an Gerlach vermietet – mit der Option auf Verlängerung. „Wir haben die Zusage, dass wir erst einmal an dem Standort bleiben dürfen“, erklärt der Wirtschaftsingenieur.

 

Mehr als 20 mobile Wellen des Anbieters City Wave gibt es schon – beispielsweise in Zürich, Düsseldorf oder München. Auf Letzterer hat auch Gerlach, der in München studiert und später bei BMW gearbeitet hat, viele Stunden verbracht.

Gerlach rechnet mit bis zu 10 000 Surfsessions

Die mobile Surfanlage bietet die Möglichkeit, verschiedene Wellenhöhen einzustellen. So könne vom Anfänger bis zum Vollprofi jeder dort surfen. Bis zu zwölf Personen können auf der Anlage in einer Stunde surfen. „Jeder reitet so lange die Welle, bis er hinfällt. Dann rückt der nächste Surfer nach“, erklärt Gerlach. Unterstützt werden die Surfer dabei immer von einem erfahrenen Surfcoach, der Tipps geben kann. Wenn eine Anfänger-Session stattfindet, wird zusätzlich eine Stange angebracht, an der sich die Surfer festhalten können. „Jeder bekommt von uns einen Helm, ein Surfbrett und einen Neoprenanzug gestellt“, erklärt Gerlach. Man könne gegen Aufpreis auch ein besseres Brett mieten oder sein eigenes Surfbrett mitbringen. Auch einen kleinen Shop soll es in der Anlage geben, in dem es beispielsweise Wachs für die Bretter geben wird. Ein weiteres Highlight der Anlage soll der angeschlossene Gastronomiebereich sein, der eine Beach-Club-Atmosphäre bieten soll.

So ähnlich wird es auf der Freiburger Anlage aussehen. Foto: City Wave/Stefan Knittel

Dort wird es anfangs Getränke und im Laufe des Jahres auch Speisen geben. So kann man von dort den Surfern zuschauen oder auch nur etwas essen oder trinken. Events wie After-Work-Parties, Livekonzerte und Kinoabende sollen die Anlage zusätzlich beleben.

„Wir sind schon in Gesprächen mit möglichen Kooperationspartnern“, sagt Gerlach. So wolle er Surfkurse für Schüler, Flüchtlinge oder Menschen mit Behinderung ermöglichen.

Die Surfer bekommen von Trainern wichtige Tipps. Foto: City Wave/Stefan Knittel

Neben der Lage sei in Freiburg auch das Wetter optimal für die Anlage, die nicht überdacht wird. „Geplant ist, dass wir von März bis in den Oktober öffnen“, erklärt Gerlach. Er rechne mit rund 10 000 gebuchten Sessions pro Jahr. Im Gastronomiebereich, der ganzjährig offen hat, rechne er mit 70 000 bis 80 000 Besuchern.

Mit ins Boot geholt hat Gerlach den Hotelfachmann Simon Ganter, mit dem er seit vielen Jahren befreundet ist. Er werde sich vorrangig um die geplante Gastronomie kümmern, unterstützt Gerlach aber auch in anderen Dingen, die aktuell noch zu bewerkstelligen sind.

Offizielle Eröffnung für Ende April geplant

Die Anlage soll Ende März in Betrieb gehen. Dann wird es erst einmal ein Soft-Opening geben. „Wir testen dann die Anlage im laufenden Betrieb und optimieren in unserem Team die Abläufe“, erklärt Gerlach. Die offizielle Eröffnung soll dann Ende April erfolgen.

Wird man Gerlach dann auch selbst auf der Welle sehen? „Wenn es die Zeit zulässt, ja“, antwortet er lachend.