Freude bei Stadt, Sponsor und dem Vereinsvorstand von „Donau rollt“ sowie Skatern, BMX– und Scooter-Fahrern bei der offiziellen Eröffnung der neuen Skateanlage. Foto: Roger Müller

Die Stadt investiert 340 000 Euro in das Freizeitareal unter der Schellenbergbrücke. Dabei ist der neue Skatepark längst nicht nur für Skateboards geeignet.

Für den zweieinhalbjährigen Niklas ist es nur eine kleine Mutprobe: Auf seinem Scooter rollt er die Pyramide runter und auf der Ebene aus. Sein Gesicht strahlt. Mit seinem Papa war er schon öfter auf der Skateanlage unter der Schellenbergbrücke. Die Freizeitstätte wurde nun am vergangenen Dienstag offiziell eröffnet.

 

„Diese neue Skateanlage ist ein Ort für Skater jeden Alters und jeder Erfahrungsstufe“, weiß Ben Tanlap, Vorsitzender des Skatevereins „Donau rollt“. Und als Nutzer ist er begeistert. Hier ließen sich alle Tricks, die man sich wünsche, in allen Varianten und Schwierigkeitsstufen umsetzen, schwärmt der 36-Jährige. Ein riesiger Unterschied zur alten, 20 Jahre alten Anlage.

Seit November bereits rege frequentiert

Sören Richter von „Donau rollt“ zeigt in Perfektion, wie man mit dem Skateboard über ein Geländer gleitet. Foto: Roger Müller

„Drei Jahre intensive Planung liegen hinter uns. Wir freuten uns sehr, mit in die Planungen einbezogen worden zu sein", blickt der Vorsitzende zurück. Herausgekommen sei ein Vorzeigeplatz für die Skater-Community aus Stadt und Region. Erwähnenswert sei auch, dass auf der neuen Skateranlage 20 Akteure gleichzeitig die Bahn nutzen können, ohne sich in die Quere zu kommen.

„Das ist eine schöne Anlage mit einem tollen Boden geworden“, ergänzt Sören Richter. Der Betonboden sei besonders glatt, auf ihm könne man klasse rollen, befindet der 36-Jährige. Dabei sei die Anlage noch nicht ganz fertig. Ein paar Rampen, die angekündigt waren, seien bisher nicht aufgebaut. Ob das noch was wird, dürfte eine Frage des Budgets werden, erklärt Richter.

Schon im November 2022 geht es rund

Zwar wurde am Dienstag dieser Woche die offizielle Eröffnung der Anlage gefeiert, doch jeder wusste, dass bereits im November vergangenen Jahres die ersten Rollsportler mit ihren Skateboards, Scootern und BMX-Rädern munter die neuen Elemente der Bahn befahren hatten. Gleichwohl merkte man, wie heiß die Jugendlichen auf die rundum erneuerte Bahn waren. Schon vor dem offiziellen Teil drehten die Kids ihre Runden auf der neuen Anlage.

Graffitis gehören zum Flair, findet der OB

Zahlreiche Gemeinderäte und Mitverantwortliche der Realisierung der Anlage zeigten sich begeistert, was die Jugendlichen bei ihren Einlagen auf ihren Sportgeräten demonstrierten. Begriffe aus dem Skaterdeutsch wie Rail, Quarter, Pyramide und Curb machten die Runde. Als Belohnung bekamen die Sportler die für die Einweihungsgäste vorgesehen Donuts, die sie genüsslich verspeisten. Selbst mit einigen Graffitis hat sich der ein oder andere schon an den Hindernissen verewigt. „Aber das gehört zum Flair einer Skateanlage einfach dazu“, meinte Oberbürgermeister Erik Pauly.

Neue Anlage befriedigt alle Wünsche

Man habe großen Wert daraufgelegt, eine Anlage zu schaffen, die den Bedürfnissen und Wünschen der Skater entspricht. Sie ist mit verschiedenen Elementen ausgestattet, die für Tricks und Herausforderungen sorgen. Erik Pauly fand lobende Worte für die nun moderne Anlage. „Der Zeitplan wurde eingehalten, die Kosten nicht“, so der dennoch zufriedene OB.

Rails und Ledges, Rampen, Bowls und Halfpipes

Die neue Skateanlage ist nicht nur für Skateboards gedacht, sondern auch für Inline-Skates, BMX-Fahrräder, Roller und Scooter. Sie besticht mit vielen Hindernissen und Elementen, die für verschiedene Fahrzeuge und Fahrstile geeignet sind. Mit ihren Rails und Ledges eignet sie sich sehr gut für Skateboards und Roller, mit den Rampen, Bowls und Halfpipes für BMX-Fahrräder und Inline-Skates. Perfekt erreichbar sei sie zudem mit exponierter Lage unter der Schellenbergbrücke, die auch bei schlechtem Wetter etwas Regenschutz bietet.

Verzichtet werden konnte auf die Installation von sanitären Anlagen, denn in nur 200 Metern Entfernung gibt es auf dem alten Festhallenplatz eine öffentliche WC-Anlage. Der Skatepark ist öffentlich und frei zugänglich, und kann täglich von 9 bis 22 Uhr genutzt werden. Ben Tanlap denkt bereits an den Herbst, wo man eventuell einen kleinen Skatewettbewerb ausrichten möchte.

Die Kosten

Skateranlage
Nach drei Jahren intensiver Planung wurde vom August 2022 bis März 2023 die komplett überarbeitete Skateanlage realisiert. Veranschlagt waren zunächst 290 000 Euro, zum Schluss waren es 340 000 Euro. Ein weiterer Kostenanstieg wurde dadurch vermieden, dass einige Elemente und Hindernisse der alten Anlage in die Neue integriert werden konnten.