Da liegt es nun, ein ganzes Bündel alter Briefe vom Uropa. Spannende Einblicke in die Familiengeschichte könnten die Briefe bieten – allein, keiner kann sie entziffern. Was tun?
Eigentlich ist die Sache ja ganz einfach: Wenn die Not groß ist, geht man in die Sprechstunde. Das gilt für den Arzt ebenso wie für das Stadtoberhaupt oder auch den zuständigen Abgeordneten.
Nun bietet auch Nagolds Stadtarchiv eine offene Sprechstunde an. „Wer sich mit handschriftlichen Dokumenten beschäftigt, kennt das Problem: Je weiter man in die Vergangenheit zurückgeht, desto schwieriger ist das Entziffern der Texte“, teilt die Stadt Nagold zu ihrem neuen Angebot mit.
Ältere Schriftstücke sind noch in Sütterlin oder Kurrent verfasst
Viele ältere Schriftstücke sind nunmal noch in Sütterlin oder Kurrent verfasst und heute von den meisten nicht mehr ohne weiteres lesbar.
Das Stadtarchiv Nagold bietet nun in einer offenen Sprechstunde Unterstützung beim Lesen historischer Dokumente aus Familienbesitz an. Am Donnerstag, 5. Februar, können Bürger zwischen 14 und 17 Uhr ihre Texte ins Stadtarchiv mitbringen.
„Egal ob Grundbucheintrag, Feldpostbrief oder Geburtsurkunde“, wie die Stadt mitteilt. Vom Archivpersonal erhalten die Bürger Hilfe beim Entschlüsseln des Textes.
Weiter heißt es in der Pressemitteilung: „Mit diesem Angebot möchte das Archiv den Zugang zu wertvollen Quellen erleichtern und Menschen dazu anregen, sich intensiver mit der eigenen Geschichte auseinanderzusetzen.“ Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Das Angebot ist kostenlos.