Martina Gelfert tritt nach 25 Jahren Dienst den wohlverdienten Ruhestand an. Foto: Fritsch

Zusammen hat man alles geschafft: Die Diakoniestation Nagold blickt auf 25 erfolgreiche Jahre mit Einsatzleiterin Martina Gelfert zurück, die in den Ruhestand eintritt. Ab dem 1. Mai übernimmt Thea Müller das Amt.

Nagold - Dieser Tage wurde Gelfert bei einem kleinen Buffett in den Räumlichkeiten des MeVita ein gebührender Abschied geboten. "25 Jahre im Dienst – das schafft nicht jeder", begann Klaus Schmid, Geschäftsführer der Diakoniestation, seine Dankesrede. Dabei erinnerte er in feinstem Schwäbisch immer wieder an das Motto: "Zusamma schaffet mir älles."

Gelfert sei am 1. Januar 1996 als hauswirtschaftliche Pflegehilfe in den Dienst eingetreten, erzählte Schmid. Nur wenige Monate später, am 1. September desselben Jahres, sei sie dann zur Einsatzleiterin der Bereiche Hauswirtschaft und Nachbarschaftshilfe berufen worden. In den folgenden Jahren habe sie die Bereiche durch "Hartnäckigkeit, Zähigkeit und Visionen" kräftig nach vorne gebracht und der Diakoniestation eine "gute und tragfähige Struktur gegeben." Ihr Verantwortungsbereich wurde im Laufe der Zeit immer größer.

Leidenschaftlicher Einsatz

Da seine Frau selbst in der Einsatzleitung tätig sei und mit ihm Freud und Leid des Amtes teile, habe er sich in Gelferts Arbeit hineinversetzen können, erzählte Schmid. Er habe sie deshalb immer gefördert und unterstützt, die Dinge aber auch manchmal "kritisch hinterfragt."

Mit ihrem leidenschaftlichen Einsatz sei Gelfert am Erfolg der Diakoniestation maßgeblich beteiligt gewesen. Nur wenige Stationen seien heute so erfolgreich und gut strukturiert. "Darauf darf man auch ein klein wenig stolz sein", sagte der Geschäftsführer. Er bedankte sich für ihr engagiertes Mitwirken "zwischen Leiten und Leiden" und verabschiedete sie in den "wohlverdienten Ruhestand." Man werde ihr ansteckendes Lachen vermissen, sagte Schmid.

Doch Gelfert hatte hinsichtlich des Abschieds und der Danksagung zumindest an diesem Morgen Tränen in den Augen. "Es war schön mit euch", sagte sie rückblickend auf die 25 Jahre im Dienst. Es habe zwar auch unschöne Zeiten gegeben, aber "die gehören dazu." Der offene Austausch mit den Mitarbeitern sei gerade in diesen Situationen besonders wichtig gewesen: "Solange das Team passt und man offen miteinander redet, ist alles in Ordnung." Sie habe immer darauf geachtet, dass jeder gut miteinander kann.

Thea Müller übernimmt das Amt

"Ich fühle mich wohl, jetzt daheim zu sein", sagte die langjährige Einsatzleiterin. Sie könne ihren Tag nun so strukturieren, wie sie möchte. Bisher hatte sie dabei "keine Sekunde Langeweile", erzählte Gelfert. Sie freue sich darauf, bald reisen zu können – sobald es die Pandemie eben zulasse.

Ihre Schlussworte: "Vielleicht sieht man sich irgendwann mal wieder, falls ich große Langeweile haben sollte", scherzte sie. Anschließend wurden ihr von Kollegen und der Diakoniestation noch einige Geschenke überreicht – neben einem Blumenstrauß auch eine Sammlung an Rezepten "für die Rente."

Zum 1. Mai übernimmt Thea Müller das Amt. Geschäftsführer Schmid wünschte Müller für ihre neue Tätigkeit "einen gut gelingenden Start", und "ein glückliches Händle" bei der Mitarbeiterführung und dem Kundenkontakt. Auch hier gelte das Motto: "Zusamma schaffet mir älles."

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