Die Neubulacher Stadträte sind jetzt offiziell in ihr Amt eingesetzt. Für Bürgermeisterin Petra Schupp ist das – augenzwinkernd – „wie nach den Sommerferien in einer neuen Klasse“. Sie ließ es sich nicht nehmen, einige Räte für ihr jahrzehntelanges Engagement zu würdigen – erstmals mit einer Ehrennadel der Stadt.
Eine Ära ist zu Ende gegangen: Auch wenn im Neubulacher Gemeinderat in den kommenden fünf Jahren viele bekannte Gesichter bleiben, wurden in der jüngsten Sitzung langjährige Räte verabschiedet, mit denen dem Gremium einiges an Erfahrung verloren geht. Doch es weht nun auch frischer Wind im Sitzungssaal, denn Bürgermeisterin Petra Schupp konnte bei der Einsetzung neben den zwölf Räten, die wiedergewählt wurden, auch sechs neue im Ehrenamt begrüßen.
Dankesworte Bevor aber die Plätze des alten durch den neuen Rat getauscht wurden, ließ es sich Schupp nicht nehmen, einige Dankesworte auszusprechen. „Das Ehrenamt trägt unsere gesamte Gesellschaft“, so die Verwaltungschefin.
Der Gemeinderat trage dazu bei, dass Neubulach liebens- und lebenswert bleibe. Die Bürgermeisterin schätze das Engagement der Räte, die ihr „Wissen und Kompetenzen einbringen für das Wohl für Neubulach“. In der Sitzung hatte Schupp, wie sie sagte, ein „lachendes und ein weinendes Auge“. Sie verglich die Verabschiedung und Neueinsetzung so: „Wie nach den Sommerferien in einer neuen Klasse.“
Alle, die weitermachen wollten, sind wieder dabei
Es freue sie besonders, dass all „die, die weitermachen wollten, auch wieder dabei sind“. Das sind für die CDU Reinhold Schwenker, Jonas Nothacker, Lothar Kallfaß, Dieter Heselschwerdt und Andreas Blaurock. Auch für die UWV sitzen weiterhin bekannte Räte im Gremium: Bernd Schwarz, Norman Schroth, Stefan Pfrommer, Achim Pfrommer und Lars Dannenmann. Für die UGL sind wieder Andreas Kubesch und Björn Ahsbahs mit im Boot.
Ehrungen Bevor das neue Gremium an den Tischen Platz nehmen durfte, würdigte die Bürgermeisterin das jahrzehntelange Engagement einiger Ehrenamtlichen.
Erstmals vergeben hat Schupp dabei die neu gestaltete Ehrennadel der Stadt. Und die bekamen die amtierenden Räte Stefan Pfrommer, Andreas Blaurock und Dieter Heselschwerdt. Letzterer ist bereits seit 25 Jahren Ratsmitglied, Dienstältester und für Schupp „unser schlauer Kopf im Technischen Ausschuss und unser Wirtschaftsminister“, wie sie mit einem Schmunzeln sagte.
Stele des Gemeindetags
Auch die ausscheidenden Räte erhielten als Dank eine Auszeichnung – einen Präsentkorb und ab einer Tätigkeit ab 10 Jahren auch eine Stele des Gemeindetags sowie die Ehrennadel der Stadt und eine Urkunde. Neben Rainer Stoll (fünf Jahre) wurden Andreas Volz (zehn Jahre), Peter Moers (15 Jahre), Hans-Georg Ruß (20 Jahre), Regina Dürr (25 Jahre) und Alois Jerges (25 Jahre).
Höhepunkte In ihrem Abschiedswort sagte Dürr: „Es ist eine Ehre, etwas für den Ort zu machen“ und wandte sich an die neuen Räte: „Ich wünsche, dass Ihr zum Wohl von Neubulach alles gebt, was ihr habt.“ Auch Alois Jerges ließ es sich nicht nehmen, noch einmal das Wort zu ergreifen, um mit seinen Kollegen auf die Höhepunkte seiner Amtszeit in den vergangenen 25 Jahren zu blicken.
20 Jahre Bürgermeister-Stellvertreter
Wohlgemerkt: 20 Jahre davon war er erster Bürgermeister-Stellvertreter. Zu diesem Amt gehörten im Laufe der Zeit der Besuch von 70 Hauptversammlungen als Rathauschef-Vertreter und das Leiten von Sitzungen. Die, wie er sagt, „Sahnestückchen der Kommunalpolitik“ waren für ihn die Einweihung des Rathauses sowie die Verleihung der Ehrenbürger-Würde für Altbürgermeister Sigfried Luz durch ihn 2007 und die Bürgermeisterwahlen. Er gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge, doch freue sich darüber, dass sich „junge, dynamische, aufstrebende Mitbürger“ engagieren – „das wird das Gremium bereichern“.
Vereidigung Neu ins Amt gewählt wurden Alexander Mayer (CDU), Julia Huber (UWV), Tamara Goltz (UWV), Helmut Carstens (UGL), Alexander Bodenhaupt (CDU) und Philipp Beck (UWV). Als die Bürgermeisterin dann die wiedergewählten und neuen Stadträte nach der Vereidigungsformel per Handschlag ins Amt eingesetzt hatte, mussten diese auch schon ihre ersten Entscheidungen treffen.
So stand neben der Besetzung der Ausschüsse auch die Wahl der Bürgermeister-Stellvertreter an. Stimmenkönig bei der Kommunalwahl wurde Lars Dannenmann (UWV), der deshalb auch als erster Bürgermeister-Stellvertreter vorgeschlagen und einstimmig bestätigt wurde. In der Stadt soll es aber weitere Stellvertreter geben, nämlich in jedem Ortsteil der, der die meisten Stimmen auf sich vereinen konnte. So wurden neben Dannenmann (Altbulach) Stefan Pfrommer (Oberhaugstett), Jonas Nothacker (Liebelsberg), Reinhold Schwenker (Neubulach) und Philipp Beck (Martinsmoos) gewählt.