Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Neubulach Wenn ein Staudammbau zur Kriegserklärung führt

Von
Die Schüler verhandelten rund um die verzwickte Sachlage.Foto: Schule Foto: Schwarzwälder Bote

Neubulach. Vor Kurzem hieß es im Untergeschoss des Neubaus der GMS Neubulach: "Achtung Planspiel! Bitte Ruhe!"

Doch von Ruhe konnte innerhalb der beiden Klassenzimmer und des Lernateliers keine Rede sein. Wie entsteht ein Konflikt – und wie kann sich daraus ein Krieg entwickeln? Um der Frage nachzugehen, beschäftigten sich die Zehntklässler im Vorfeld mit den Themen der internationalen Sicherheitspolitik. Sie lernten Konflikte zu analysieren, betrachteten kritisch die Arbeit der Vereinten Nationen, der NATO sowie der OSZE und konnten dann ihr Wissen in einem Planspiel aktiv anwenden sowie letzte Fragen klären.

In fünf Gruppen aufgeteilt, nahmen die Schüler die Rollen der Regierungen dreier Länder sowie die Beobachterrolle einer unabhängigen "Organisation zur Konfliktschlichtung" kurz OZKS ein. Zwei Reporter vervollständigten die Szenerie.

Um 8.10 Uhr herrschte zwar Unzufriedenheit aber auch Frieden innerhalb und zwischen den drei Ländern, die mit Armut und einer einzigen Süßwasserquelle, einem Fluss, der durch alle drei Länder fließt, zu kämpfen hatten.

Minuten später schwelt der erste Konflikt

Nur zehn Minuten später bahnte sich bereits der erste Konflikt an, ausgelöst durch "geheime" Absprachen zwischen den Ländern, die dank der Reporter nicht lange geheim blieben. Sogar auf Kriegserklärungen musste man nicht lange warten. Dabei hatten viele Schüler im Vorfeld doch noch gedacht: "Wieso gibt es so viele Konflikte auf der Welt? Warum sprechen die verschiedenen Länder nicht einfach miteinander?"

Nun zeigte sich, in der Theorie sehen viele Dinge viel einfacher aus, als sie in der Praxis zu lösen sind. Drei Schulstunden lang beschäftigten sich die Schüler mit Verträgen, Konfliktschlichtung, Krisensitzungen, Pressekonferenzen und geheimen Plänen, bis zu guter Letzt eine Einigung erzielt werden konnte.

Auch die Schüler sind sich einig, dass das Planspiel "zum besseren Verständnis beigetragen" hat. So meint Luis Hörrmann aus der 10b: "Das Planspiel hat einen guten Einblick geschaffen und die Komplexität der Friedenssicherung aufgezeigt." Auch Nicholas Halleux ist dieser Meinung.

"Am Anfang", so Halleux, "war es kompliziert, aber im Laufe des Vormittags konnte ich mich immer besser hineinversetzen." Jette Wagler aus der 10a fand das Planspiel "gleichzeitig kompliziert und interessant."

Vor allem die Tatsache, "dass am Anfang eigentlich gar kein Konflikt da war und Kriegserklärungen plötzlich aus dem Nichts gekommen sind", beschäftigte die Schülerin in der Rolle einer Mitarbeiterin der OZKS.

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.