Der Gemeinderat sprach sich für den Standort für "Betreutes Wohnen" im Vordergrund aus, da er gegenüber dem geplanten Pflegeheim auf dem Sonne-Areal (Bildmitte) liegt. Foto: Stocker

Gemeinderat Neubulach entscheidet sich für Grundstücke gegenüber der ehemaligen "Sonne".

Neubulach - Der Standort für einen sogenannten Geschosswohnbau für Betreutes Wohnen in Neubulach steht fest. Der Gemeinderat Neubulach hat sich in seiner jüngsten Sitzung für die Grundstücke gegenüber der ehemaligen "Sonne" entschieden.

Bereits vor einem Jahr hatte das Gremium das ehemalige Sonnen-Areal für ein künftiges Pflegeheim in Form des sogenannten Erbbaupachtrechts zur Verfügung gestellt.

Bei der Erbbaupacht pachtet beispielsweise ein Investor die Grundstücke, anstatt sie zu kaufen.

Auf diese Weise sollen nun zwei weitere Grundstücke für den Bau von Häusern für das Betreute Wohnen zur Verfügung gestellt werden.

Zunächst waren direkt angrenzende Bereiche im Blick

Bevor sich der Gemeinderat auf die Fläche gegenüber dem Sonne-Areal festlegte, wurden mehrere Alternativen ausfindig gemacht.

Denn zunächst waren direkt angrenzende Bereiche im Blick, die jedoch wegen erheblicher baulicher Herausforderungen, denkmalschutzrechtliche Einschränkungen, fehlender Verkaufsbereitschaft oder zu geringer Größe verworfen wurden.

Der nun beschlossene Standort für den angekündigten Geschosswohnbau bildet mit seiner Lage auf der gegenüberliegenden Seite der Oberhaugstetter Straße Synergieeffekte zum vorgesehenen Pflegeheim.

Zum Beispiel könnte das Personal aus dem Pflegeheim per Knopfdruck in die Wohnungen des Betreuten Wohnens gerufen werden. Mit rund 2400 Quadratmetern, die von der Wildberger Steige und dem Ahnengartenweg eingesäumt werden, bietet es die Grundlage für weitere Planungen in Ergänzung zum Pflegeheim.

In der Sitzungsvorlage des Gemeinderats wurde außerdem darauf verwiesen, dass die Verlegung eines Kanals vor der baulichen Nutzung erforderlich ist.

Diese fiele aber auch an, wenn das Grundstück veräußert werde. Der Arbeitskreis "Älter werden in Neubulach", der sich kontinuierlich mit potenziellen Wohnmöglichkeiten für Senioren befasst, regte auch an, den Wohnkomplex als Bauherrenmodell auf Basis der Erbbaupacht zu erstellen.

Der Gemeinderat sprach sich bei einer Enthaltung mehrheitlich für die Standortentscheidung aus und ebnete damit den Weg für Projektleiter und Altbürgermeister Siegfried Luz, das Thema mit der Bevölkerung zu diskutieren.