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Neubulach Stadtentwicklung: Abschluss noch unklar

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Die Bürger von Neubulach und den Ortsteilen (hier Altbulach) waren dazu aufgerufen, ihre Wünsche im Hinblick auf die Stadtentwicklung kundzutun.Foto: Fritsch Foto: Schwarzwälder Bote

Die Entwicklung eines integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK) in Neubulach kommt vorerst ins Stocken. Der zweite Bürgerworkshop am 19. März wie auch die Abschlussveranstaltung, die für April/Mai angesetzt waren, müssen verschoben werden.

N eubulach. Im September vergangenen Jahres kamen Besucher des Wochenmarkts mit Reinhard Bohne und Philip Klein von der Firma Weeber und Partner ins Gespräch. Eine auf einem Tisch ausgebreitete Karte Neubulachs mit seinen Ortsteilen markierte man mit grünen und roten Fähnchen. Diese wiesen darauf hin, was den Bürgern in Neubulach gefällt, und wo es noch Verbesserungsbedarf gibt.

Zufriedenstellende Quote

Auf den roten Fähnchen waren Themen notiert, bei denen sich die Bürger eine Besserung wünschten. Wie beispielsweise mehr öffentliche Toiletten in der Stadt, ein fehlendes Tierheim, Mitfahrbänkchen in allen Ortsteilen oder auch bezahlbarer Wohnraum für junge Familien.

Zunächst wollte man Ideen und Vorschläge sammeln, um dann ein Konzept zur Stadtentwicklung zu erstellen. Im Oktober fand dann eine Bürgerbefragung statt. Auf der Internetseite der Stadt Neubulach kann man die detaillierten Ergebnisse und Statistiken in einem 45-seitigen Dokument ansehen. Von 4713 angeschriebenen Bürgern ab 14 Jahren beteiligten sich 962 Personen (etwa 20,4 Prozent). Laut dem Schreiben der Firma Weeber und Partner eine zufriedenstellende Quote.

Zusammenfassend lebe man in Neubulach sehr gerne. Neubulach werde als Stadt mit dörflichem Charme und als familienfreundlicher Wohnort empfunden. Der ländliche Charakter und die Einkaufs- sowie Versorgungsinfrastruktur sind als positive Eigenschaften aufgezählt. Aus der Befragung ging hervor, dass die Mehrheit der Befragten mit der eigenen Wohnsituation und der Nachbarschaft sehr zufrieden sei. Viele bemängeln allerdings die Lärmsituation in bestimmten Wohngebieten.

Auch die Verfügbarkeit von Wohnraum und Baugrundstücken sei für die Bürger ein Mangel. Für die nächsten 15 Jahre sind für die Befragten die Themen "Wohnen und Wohnumfeld", "Mobilität und Verkehr" wie auch "Einzelhandel und Versorgung" am wichtigsten.

Außerdem wünschen sich die Befragten, dass der Tourismus in Neubulach künftig gestärkt werden soll. Auch sollte sich die Stadt stärker für den Erhalt biologischer Vielfalt und Artenschutz wie auch für die Förderung naturnaher Landwirtschaft engagieren.

Geplante Workshops

Aus Sicht der Bürger wird das Parkplatzangebot in der ­Gesamtstadt gut bewertet. Die überörtliche Anbindung lässt hingegen zu wünschen übrig. Im Stadtbild für das Jahr 2035 wünschen sich die Bürger, dass Neubulach zusätzlich eine sozial gerechte Energie-Klima-Umwelt-Stadt wird.

Im ersten von zwei geplanten Workshops trafen sich Bürger am 17. Februar um Ziele und Leitlinien für die Zukunft zu diskutieren. Auf den Zielplänen stehen unter anderem Ideen wie das Reduzieren der Verkehrsbelastung, der Ausbau des Personennahverkehrs, die anschauliche Vermittlung der örtlichen Sehenswürdigkeiten, das Erhöhen der ökologischen Vielfalt und der Aufenthaltsqualität in den Ortskernen der Stadtteile.

Die zweite Veranstaltung wird aufgrund der aktuellen Lage verschoben. Auch die Abschlussveranstaltung ist vorerst nicht in Sicht. "Es wird alles verschoben. Bis nach der Corona-Krise", sagt Bürgermeisterin Petra Schupp.

Etwa 20,4 Prozent der Neubulacher Bürger ab 14 Jahren be­teiligten sich an der Um­frage zur Zukunft Neubulachs.

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