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Neubulach Reuthinquartett überzeugt mit neuen Klangfarben

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Das Reuthinquartett spielte klassische Musik von Mozart und seinen Zeitgenossen. Foto: Bausch Foto: Schwarzwälder Bote

Neubulach-Altbulach. Die schlichte Schönheit der anheimelnden Mauritiuskirche in Altbulach ist ein idealer Ort für stimmungsvolle Musikdar- bietungen. Dies machte sich jetzt das Wildberger Reuthinquartett zu Nutze und erfreute die zahlreichen Zuhörer mit Kammermusik vom Feinsten. Die vierköpfige Formation spielte in ganz ungewöhnlicher Besetzung. Statt der ursprünglich von Komponisten vorgeschriebenen Streicherbesetzung spielte das Quartett Kammermusik mit den vier Instrumenten Blockflöte, Violine, Handharmonika und Kontrabass.

"Das Ziel unseres Orchesters ist es, bereits vorhandene Literatur an die ungewöhnliche Besetzung des Quartetts anzupassen", unterstrich Flötistin Petra Roderburg-Eimann.

Mit den unterschiedlichen Farbklängen der Instrumente erreichten die Musiker ein ungewöhnlich reizvolles Hörerlebnis. "Begegnungen mit Mozart" lautete das Motto des musikalischen Abends. Und Mozarts Sonaten waren dann auch das herausragende Markenzeichen der Musikakteure. Drei Sonaten des Salzburger Genies standen im Mittel- punkt. Sie wurden in dem von Wolfgang Amadeus Mozart geschätzten Allegro-Tempo frisch gespielt und klangen wie aus einem Guss.

Orgelklänge werden von Akkordeon ersetzt

"Das Akkordeon ersetzt dabei die Orgelklänge und der Kontrabass das bei Kammermusik sonst eher eingesetzte Cello", verdeutlicht Roderburg-Eimann. Die strahlend hellen Flötenklänge und die klassischen Violinentöne ergänzten den Klangkörper ideal. So entstand ein beschwingtes, erfrischendes Hörerlebnis, das gerade wegen seiner zunächst ungewöhnlichen Klangfärbung zu besonderer Aufmerksamkeit herausforderte. Im weiteren Verlauf zeigte sich, dass das Motto des Abends doch etwas zu kurz gegriffen war. Denn die Musiker hatten auch Werke anderer Komponisten aus Mozarts Zeit mit im Programm. So glänzte das Quartett zum Beispiel mit dem "Trio G-Dur" von Carl Friedrich Abel (1723-1787). Die drei gespielten Sätze Moderato, Adagio ma non troppo und Allegretto zeigten, dass dieser Komponist zu Unrecht weniger bekannt ist.

Auch bei der "Sonate G-Dur" von Carl Philipp Emanuel Bach (1714-1788) mit den Sätzen Adagio, Allegro und Presto zeigte das kleine Ensemble großes Können und geradezu traumwandlerische Sicherheit beim Zusammenspiel. Weitere Hörgenüsse boten Stücke von Tommaso Giordani (um 1740-1806) und Gaspard Fritz (1716-1783).

Ein besonderer Leckerbissen für Musikkenner war die Darbietung der ungewöhnlichen Komposition "Mozart und the Edge" des jungen zeitgenössischen Komponisten David Holleber (geb. 1987). In diesem Werk hat der Komponist in Anlehnung an Mozarts Sinfonie Nr.40 moderne Elemente genutzt und Mozartmotive neu verarbeitet.

Am Ende der makellosen Bilanz des Abends stand nicht nur ein viel beklatschtes, beeindruckendes Hörerlebnis der besonderen Art. Das Quartett hatte auch bewiesen, dass sich der Mut zum Ausprobieren neuer Klangerlebnisse durchaus lohnen kann.

Es spielten Petra Roderburg-Eimann (Blockflöten), Kaoru Minamiguchi (Violine), Ursula Staenglen (Akkordeon) und Peter Falk (Kontrabass).

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