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Neubulach Neues Fundament für die Lebensader

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Risse, Rost und Wetterschäden an allen Ecken und Enden – die Kohlerstalbrücke wirkt nicht nur baufällig, sie ist es inzwischen auch.Foto: Buck Foto: Schwarzwälder Bote

Die Kohlerstalbrücke ist hinüber. Zum Neubau fehlen aber immer noch etwaige Gutachten. Jetzt laufen Bodenuntersuchungen zwecks Fundamentsuche. Das dauert noch. Der anrückende Winter ist dem Bauwerk sicher nicht zuträglich.

Neubulach-Kohlerstal. Die Brücke von der Bundesstraße 463 ins Kohlerstal hat ihre besten Zeiten längst hinter sich. Schon im Sommer des vergangenen Jahres beriet der Neubulacher Gemeinderat über einen Neubau – und stimmte dafür. Viel anderes blieb trotz der Kostensteigerung auch nicht übrig, denn das Bauwerk ist schon seit Jahrzehnten in schlechtem Zustand. Obendrein stellt es eine wichtige Lebensader für die Einwohner von Kohlerstal dar. Neben der Brücke im Seitzental ist dieses Bauwerk nämlich die einzige Möglichkeit, die Nagold zu queren – sofern man nicht schwimmen oder auf ein Boot zurückgreifen will.

Die Brücke ist derart hinüber, dass 2018 im Zuge einer Brückenprüfung dann verfügt wurde, dass nur noch Fahrzeuge mit einem Maximalgewicht von sechs Tonnen die Brücke passieren dürfen.

Jetzt wollte man das ganze Projekt, an dem wegen der Gemarkungsgrenze die Kosten zwischen Neubulach und Calw im Verhältnis 60:40 geteilt werden, eigentlich in diesem Jahr spürbar nach vorne bringen. Schon im Januar fehlten noch die wasserrechtlichen und naturschutzrechtlichen Gutachten. Wenn alles vorhanden sei, könne man den Baubeschluss angehen, hieß es damals. Jetzt, wo der Winter vor der Tür steht, gibt es eine neue Wasserstandsmeldung aus dem Neubulacher Rathaus.

Detaillierte Planung nötig

"Für die wasserrechtliche Genehmigung muss ein detaillierter Bauplan vorgelegt werden", erklärt Bürgermeisterin Petra Schupp auf Anfrage. Allerdings muss zunächst eine Baugrunduntersuchung durchgeführt werden. "Mithilfe von Bodenschürfen soll die Beschaffenheit des Bodens im Bereich der künftigen Fundamente festgestellt werden", erklärt die Rathauschefin weiter.

Sobald die endgültige Planung erstellt ist, kann die wasserrechtliche Genehmigung erteilt werden und sobald alle Genehmigungen und die Planung vorliegen kann dann auch der endgültige Förderbescheid erlassen werden, der aktuell noch aussteht. Der wird, so viel ist sicher, nicht so hoch ausfallen, wie gedacht. Denn im Verlauf des ganzen Projekts stellte sich heraus, dass nicht die gesamten Baukosten förderfähig sind, sondern nur ein Teil. Daher werden von den geplanten Fördermitteln in Höhe von 550 000 Euro vermutlich nur etwa die Hälfte übrig bleiben.

Doch egal wie die Fördersumme am Ende aussieht, neu bauen muss und wird man die Brücke auf jeden Fall. In diesem Jahr aber wohl nicht mehr. Dass ein neuerlicher Winter der ohnehin malträtierten Bausubstanz nicht sonderlich gut tun wird, liegt auf der Hand.

Wie Neubulachs Kämmerer Manfred Maurer, der für das Projekt verantwortlich zeichnet, aber versichert, wird nun verstärkt auf die Brücke geschaut: "Aufgrund der Planung der neuen Brücke wird die Brücke zurzeit öfters besichtigt. Sollten dabei deutliche Verschlechterungen gegenüber dem bisher schlechten Zustand erkennbar sein, wird entsprechend reagiert."

Der Gesamthorizont des Projekts ist allerdings weit. Bestenfalls werden im Frühjahr 2021 die Arbeiten zum Rückbau der alten Brücke augeschrieben, die neue soll dann bis zur Jahreshälfte 2022 fertiggestellt sein. Bis dahin ist übrigens auch eine weitere Absenkung der Maximallast von sechs Tonnen nicht geplant – es sei denn, eine Verschlechterung des Zustands tritt ein.

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