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Neubulach Kangal-Angriff: Jetzt spricht die Halterin

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Ihre Besitzerin betont, dass Ayla für Menschen völlig ungefährlich sei. Foto: Werthenbach

Neubulach - Nach dem Angriff eines Kangals auf den Mischling Balou meldet sich nun die Halterin des Hirtenhundes zu Wort. Aus diesem Vorfall könne man nicht schließen, dass ihr Hund auch für Menschen gefährlich sei, erklärt die Frau aus Neubulach.

"Es tut mir immer noch Leid", betont das Frauchen des Kangals im Gespräch mit dem Schwarzwälder Boten mehrmals, "das war ein klarer Fall und nicht in Ordnung". Sie zeigt Verständnis dafür, dass sich Balous Besitzerin "aufgeregt" habe, sie bereut ihren Moment der Unachtsamkeit und sagt: "Ich will niemanden stören und bin die Letzte, die mit irgendjemandem Streit sucht, aber man muss schon bei der Wahrheit bleiben".

Balou sei "nicht herumgeschleudert" worden

Nachdem Balous Halterin Anzeige gegen die Kangal-Besitzerin erstattet hatte, berichtete unsere Zeitung über den Vorfall. Balous Frauchen erklärte dabei, dass Herdenschutzhunde wie Kangals ihrer Ansicht nach nicht in ein Wohngebiet mit Kindern gehörten. In der Folge habe etwa ein verunsicherter Nachbar den Sohn der Kangal-Besitzerin angesprochen.

"Es ärgert mich, dass man daraus jetzt auf eine Gefahr für Kinder schließt", sagt sie. Der achtjährige Kangal namens Ayla sei mit drei Kindern im Haushalt aufgewachsen. Die Deutsche Dogge Jackson, die Ayla bei der Attacke zwar folgte, aber sich daran nicht beteiligte, sei ein Jahr alt. "Und es gab nie Probleme", sagt die Halterin mit Blick auf ihre Kinder im Alter zwischen 14 und 19 Jahren, "manchmal benutzen sie die Hunde sogar als Kopfkissen". Zudem seien schon immer viele andere Kinder bei der Familie im Haus ein- und ausgegangen – niemals sei dabei eine gefährliche Situation entstanden, erklärt sie. Entsprechend reagiert hätten einige Leser des Artikels, die Ayla und ihr Frauchen persönlich kennen: Als "übertrieben" hätten diese die Darstellungen bezeichnet, sagt sie.

Einer weiteren Aussage von Balous Halterin widerspricht Aylas Besitzerin entschieden: Der Kangal habe den Mischling in den Hals gebissen und nach unten gedrückt, aber "nicht herumgeschleudert", betont sie. Auch dass Ayla nicht von Balou abgelassen habe, als sich dieser unterwarf, habe sie "nicht so gesehen". Aber sie gibt zu, nicht aufgepasst zu haben. "Das war meine Schuld, das leugne ich nicht", wiederholt sie.

"Ich stand mit dem Rücken zum Wald und habe Ayla und Jackson beim Spielen zugeguckt", sagt sie über die Sekunden vor der Attacke. In solchen Situationen habe sie die Umgebung normalerweise immer per "Rundumblick" im Auge. Aber als Balou mit seinem Frauchen aus dem Wald kam, habe sie das nicht gleich gesehen.

Dann sei Ayla plötzlich losgerannt, Jackson hinterher –­beide waren ebenso wie Balou nicht angeleint. "Ich hatte noch Stahlkappen-Schuhe von der Nachtschicht an und konnte nicht schneller dazu kommen, aber ich bin natürlich sofort losgerannt", erklärt sie. Als sie am Ort des Geschehens angekommen sei, habe sich Ayla sofort seinem Frauchen unterworfen. "Sie war erschrocken über ihr eigenes Verhalten", sagt die Halterin über ihren Kangal.

Künftig nur noch an der Leine und mit Maulkorb unterwegs

Nach der Anzeige habe die Stadt Neubulach laut der Kangal-Besitzerin Auflagen gegen sie ausgesprochen: Ayla müsse ab sofort außerhalb des eigenen Grundstücks an die Leine und einen Maulkorb tragen. "Ich werde dafür sorgen, dass so was nicht mehr passiert, ich will keinen Ärger", unterstreicht ihr Frauchen. Sie will "definitiv" künftig auch einen anderen Weg laufen, um Balou möglichst gar nicht mehr zu begegnen. Und sie verspricht, "noch mehr aufzupassen".

Am Ende des Gesprächs betont sie noch mal, dass sie dieses nicht als Gegendarstellung oder ähnliches begreife, aber nach den Reaktionen auf den Artikel im Schwarzwälder Boten wolle sie einiges "richtigstellen". "Ich will keinen Aufriss starten", erklärt sie, "aber meine Hunde sind keine Monster".

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