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Integriertes Stadtentwicklungskonzept Neubulach schreitet voran. Projekt wurde massiv ausgebremst von der Pandemie

Das Integrierte Stadtentwicklungskonzept, kurz "ISEK", in Neubulach geht bald in die nächste Runde. Nach diversen Verschiebungen wegen der Corona-Krise hat man jetzt einen ganzen Haufen an Ideen, die erst noch verarbeitet werden müsssen. Im Juni soll der Gemeinderat entscheiden.

Neubulach. Das Coronavirus hat zahlreiche Themen in der öffentlichen Wahrnehmung in den Hintergrund gedrängt. Doch jetzt, mit der deutlich an Fahrt aufnehmenden Impfkampagne, ist Licht am Ende des langen Lockdown-Tunnels. Und in diesem Schummerlicht treten wieder Dinge hervor, die lange verborgen waren.

So ein Projekt ist das ISEK. Das integrierte Stadtentwicklungskonzept Neubulach. Das hatte man mit Blick auf das Jahr 2035 angestoßen und etliche Veranstaltungen organisiert. Doch dann verhagelte das Coronavirus weiteres Fortkommen im Projekt.

Man muss lange zurückgehen, um die Anfänge des zukunftsweisenden Projektes zu finden. Im September 2019 hatten Reinhard Bohne und Philip Klein von der mit dem ISEK beauftragten Firma "Weeber und Partner" gemeinsam mit Kämmerer Manfred Maurer während des Wochenmarkts vor dem Neubulacher Rathaus Position bezogen, um die Neubulacher Bürger zu befragen. Es wurden Ideen, Anregungen und Kritik gesammelt.

Lange Durststrecke

All das mündete in diverse Bürgerworkshops, die von der dann wütenden Pandemie immer wieder ausgebremst wurden. Den ersten brachte man noch im Februar 2020 über die Bühne. Dann folgte allerdings eine lange Durststrecke bis September 2020 – also fast ein Jahr nach dem ersten Aufschlag auf dem Wochenmarkt. Und weil beim zweiten Workshop so viel passierte und zig Ideen zusammenkamen, ist man aktuell auch noch in der Prüfphase. Damals war vor allem das Thema Mobilität im Fokus. Von der Forderung nach mehr Parkplätzen, über den Wunsch nach einer großräumigen Ortsumfahrung bis hin zur Idee zwischen Neubulach und Oberhaugstett eine Allee zu pflanzen, war damals quasi alles dabei.

Und das war ein Feld von vielen. Auch Themenfelder wie "Stadtgestaltung und Wohnen" oder Kultur wurden emsig beackert. Dementsprechend viele Ideen kamen damals heraus.

Kein Wunder also, dass Neubulachs Bürgermeisterin Petra Schupp auf Anfrage erklärt: "Zum ISEK liegen mir ein Entwurf und Maßnahmentabellen vor, die aber sehr umfangreich sind und erst noch durchgearbeitet werden müssen."

Dann wird sich der Gemeinderat voraussichtlich im Juni in einer Sitzung damit befassen, welche Maßnahmen er umsetzen will, erklärt die Rathauschefin weiter. Ursprünglich hatte man das Thema schon zum Ende des Vorjahres abschließen wollen.

"Wenn wir das Konzept bis Ende des Jahres im Gemeinderat noch beschließen können, dann wäre das gut", hatte Kämmerer Maurer am Rande des bis dato letzten Workshops im September 2020 verlauten lassen. Doch dann türmte sich die zweite Corona-Welle auch über der Bergwerksstadt auf und spülte das Thema "ISEK" von der Agenda.

Jetzt soll das Projekt also zu einem Abschluss gebracht werden und bereits kommenden Monat im Gemeinderat thematisiert werden. Einen genauen Zeitplan, wann dann noch etwaige weitere Bürgerbeteiligungen oder Ähnliches anstehen, konnte Bürgermeisterin Schupp allerdings auch noch nicht nennen.

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