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Neubulach Gemeinderat will Graffiti-Sprayern zuvorkommen

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So jedenfalls soll es künftig nicht mehr aussehen: Schmierereien haben den erst 2019 sanierten Liebelsberger Wasserturm verunstaltet. Foto: Geideck

Neubulach-Liebelsberg - Geschmäcker sind verschieden - in diesem Fall ganz besonders: Soll der Liebelsberger Wasserturm weiter weiß bleiben und einen Graffitischutzlack erhalten oder aber prophylaktisch von einem Graffiti-Künstler bemalt werden? Im Neubulacher Gemeinderat gehen die Meinungen auseinander.

Der Ärger war groß: Vergangenes Jahr erst wurde der Wasserturm in Liebelsberg frisch saniert - und prompt mit Schmierereien verunstaltet. Ihn nun einfach wieder weiß anstreichen will die Stadtverwaltung nicht, denn aufgrund der wenig einsehbaren Lage am Ortsrand wird damit gerechnet, dass Sprayer dann wieder zuschlagen.

Stadt stellt Alternativen vor

Zwei Möglichkeiten stellte Bürgermeisterin Petra Schupp (CDU) daher nun im Gemeinderat zur Diskussion: Zum einen könne man den Wasserturm zwar wieder weiß streichen, ihn aber mit einem Graffitischutzlack versehen, damit Schmierereien künftig leichter entfernt werden können. Die Kosten hierfür belaufen sich auf rund 3000 Euro.

Mit rund 4500 Euro schlägt sich die Alternative zu Buche: Ein professioneller Künstler aus Karlsruhe soll den Wasserturm mit Graffiti bemalen und so andere Sprayer davon abhalten, auch Hand anzulegen. Schupp erklärt: "Unsere Hoffnung ist, dass die Sprayer voreinander Respekt haben und das Bild nicht übermalt wird." Allerdings musste die Bürgermeisterin auch einräumen: "Die, die den Turm jetzt beschmiert haben, gehören sicherlich nicht zur Szene."

Die Variante, den Graffiti-Künstler zu beauftragen, wird nicht nur von der Stadtverwaltung favorisiert, sondern auch von Stadtrat Björn Ahsbahs (UGL), der beruflich als Bildungsreferent bei der Badischen Sportjugend in Karlsruhe mit solchen Projekten gute Erfahrungen gemacht habe: "Der Respekt vor dem Kunstwerk hat wirklich dazu geführt, dass dort kaum etwas verunstaltet wurde."

Forderung nach Kamera

Die Mehrheit im Gemeinderat sah es ähnlich, doch nicht alle befürworteten den Vorschlag der Stadtverwaltung. UWV-Stadtrat Bernd Schwarz haderte etwa mit dem vom Künstler bereits vorgelegten Motiv, das zwar auf dem Papier gut aussehe, an dem Wasserturm mit seiner runden Form aber ganz anders wirken werde. Zudem monierte er: "Ich wage zu bezweifeln, dass das lange ein schönes Graffiti bleibt. Stattdessen gehören da etwas Licht und eine Kamera hin."

Stadtrat Achim Pfrommer (UVW) findet ebenfalls keinen Gefallen an dem Graffiti-Motiv: "Über Geschmack lässt sich ja streiten. Mir gefällt das zum Beispiel gar nicht. Und 80 Prozent werden es immer schlecht finden. Daher plädiere ich dafür, den Turm weiß zu streichen und eine Kamera aufzustellen."

Fraktionskollege Hans Georg Ruß warb dagegen für das Graffiti-Motiv: "Ich würde es einfach mal riskieren." Stadträtin Regina Dürr (UVW) gab zu bedenken: "Wenn wir den Turm einfach wieder weiß streichen, ist das eine Aufforderung, ihn wieder zu beschmieren."

Weitere Motive kommen

Über die Sommerpause will die Stadtverwaltung nun weitere Motivvorschläge von dem Karlsruher Graffiti-Künstler anfordern und sie in der September-Sitzung zur Abstimmung stellen. Vor der Idee, auch ortstypische Elemente in die Motive einfließen zu lassen, warnte Stadtrat Ahsbahns jedoch: "Es muss schon in Richtung Graffiti gehen, das dürfen keine Schwarzwald-Gemälde sein - sonst haben wir den gewünschten Effekt nicht."

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