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Neubulach Faszination zwischen Hypnose und Salzteig

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Stolz zeigten die Kinder ihren Eltern, was sie in den vergangenen Monaten alles geschafft haben. Fotos: Fritsch Foto: Schwarzwälder Bote

Neubulach. Die neue Ausstellung in der Neubulacher Bergvogtei ist nicht nur etwas für historisch und kulturell Interessierte: Neben zahlreichen bunten Bildern können dort noch bis zum 1. Juni unter anderem "hypnotisierend" gefaltete Kunstwerke zum Anfassen und Jahrtausende alte Rätsel bestaunt werden.

Wenn Lernen sichtbar wird

Das beste daran: Hinter dieser Vielfalt an Werken stecken nicht etwa professionelle Künstler oder Archäologen – stattdessen hat sich die Klasse 5b der Gemeinschaftsschule seit Beginn dieses Jahres in den Fächern Kunst, Geschichte, Medienbildung und Geografie mit dem Alten Ägypten beschäftigt. Dabei haben sie aber nicht nur Texte gelesen und sich Daten eingeprägt, sondern sie sind tief in die Faszination dieser Hochkultur eingetaucht. Dabei herausgekommen sind greifbare "Lernprozesse", wie Schulleiter Dominik Bernhart bei der gut besuchten Ausstellungseröffnung am Donnerstag erklärte. Er zitierte dazu den neuseeländischen Bildungswissenschaftler John Hattie, dem zufolge Lernen erst dann "sinnvoll und nachhaltig" sei, wenn es "sichtbar" werde. Außerdem bekundete der Rektor seinen "Stolz" auf die Leistungen von Schülern und Kollegen.

Dass etwa die weltweit ersten Mathematiker und Baumeister aus Ägypten stammen, vollzogen die 18 Kinder anhand von Postkarten mit geometrischen Formen nach. Sie zerschnitten die Karten und setzten sie zu neuen Mustern zusammen. Um die Werke anschließend mit Hieroglyphen zu verzieren, studierten sie zudem eine Schrift, deren Entstehung bis auf das Jahr 3200 vor Christus zurückgeht.

Verschiedene Niveaus

Besonders froh zeigte sich Bürgermeisterin Petra Schupp vor den zahlreichen Eltern und Schülern darüber, dass die rund zweimonatige Ausstellung in der Bergvogtei möglich sei. Sie begrüße es ganz besonders, wenn auch mal etwas ausgestellt werden könne, was direkt in Neubulach entstanden ist.

Wie die Klassenlehrerin und Organisatorin Verena Theimel erklärte, wurden die Übungen jeweils in verschiedenen Niveaustufen konzipiert. Am Ende gab es Noten auf die aus "Pflicht- und Wahlthemen"  bestehende Kunstmappe jedes Schülers. Wer sich für den pädagogischen Hintergrund dieser bisher einzigartigen Ausstellung interessiert, kann die Bildungspläne mit Erläuterungen ebenfalls in der Bergvogtei einsehen.

Da der Stundenplan nur jeweils zwei Stunden Kunst und Geschichte pro Woche vorsehe, sei die Zeit knapp gewesen, so Theimel. "Wir haben gestern die letzten Werke aufgehängt", verriet sie dem Schwarzwälder Boten am Rande der Eröffnungsfeier. Auch die Lehrerin ist stolz auf ihre Schüler. Die stellten neben klassischen Bildern mit Wasserfarben und Acrylfarben zum Beispiel ägyptische Gottheiten aus Salzteig und Lebensmittelfarben her – nachdem sie vorher zu dem Thema recherchiert und sich für einen Gott entschieden hatten.

Mit Blumentopf-Manschetten und Permanentmarkern bastelten sie den Kopfschmuck der Nofretete: der "schönsten Frau aller Zeiten".

Ihre Redaktion vor Ort Calw

Ralf Klormann

Fax: 07051 20077

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