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Neubulach Die Angst vor Sprayern geht um

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Der Liebelsberger Wasserturm soll von einem professionellen Sprayer gestaltet werden. Jetzt hat sich der Gemeinderat für ein Design entschieden. Foto: Fritsch

Neubulach - Der Neubulacher Gemeinderat spricht sich für einen Gestaltungsentwurf des Wasserturms in Liebelsberg aus. Doch die Angst vor sprayenden Spitzbuben und Unruhestiftern geht um. Ist das neue Kunstwerk sicher? Das beschäftigte den Rat.

Eines muss man dem Neubulacher Gemeinderat zugute halten. Auch wenn man die Sitzung am Mittwochabend wegen überfüllter Tagesordnung vertagen musste, so ging es beim Folgetermin am Donnerstag flott. Die restlichen Punkte wurde in einer guten Stunden abgearbeitet.

Wasserturm von Tunichtguten als Sprayübungsplatz missbraucht

Einer davon war der Wasserturm Liebelsberg. Der wird bekanntlich immer wieder von Tunichtguten als Spielwiese für Sprayübungen missbraucht - die Ergebnisse: hässlich, nichtssagend, kurzum Vandalismus. Jetzt hatte der Neubulacher Rat dafür gestimmt, einen professionellen Sprayer zu engagieren, um zum einen die Fassade von einem Fachmann schön gestalten zu lassen, und zum anderen weitere Schmierereien dadurch zu verhindern.

Jetzt stand im Ratsgremium die Entscheidung an, welches Design aufgesprüht werden soll. Gremiumsmitglied Andreas Volz fand jenes mit dem Wanderhinweis zur Wolfsgrube gut, merkte aber an: "Der Pfeil ist falsch herum, das sollte man noch drehen, damit der auch in Richtung Wanderweg zeigt." Ein anderes Dilemma, das die Räte ausgemacht hatten: Da das Graffiti nur ein Halbkreis ist, war die Befürchtung, dass es gar nicht gesehen wird. Kämmerer Manfred Maurer, der Kontakt mit dem Sprayer hat, meinte dazu: "Es geht zwar im Halbkreis, aber den Großteil sieht man von der Straße aus." Bürgermeisterin Petra Schupp schlug noch vor, man könne ja einen Wolf auf die Eingangstür des Turms machen und so die Sichtbarkeit erhöhen.

Rücksprache mit dem Künstler geplant

Auch Bernd Schwarz hatte so seine Probleme: "Hinterm Turm ist das irgendwie verschenkt", mahnte er. Ratskollege Volz stellte klar, dass es hinten "kein Mensch sieht". Schupp hielt entgegen, dass man die Schmierereien ja auch wahrgenommen hätte, sonst wäre es ja nie zum jetzigen Gestaltungsvorschlag gekommen. Am Ende einigte man sich, es mit dem Künstler nochmals zu besprechen und zu versuchen, auch die Türe des Turms ins Motiv zu integrieren.

Ein großes Anliegen quer durch den Gemeinderat war das Thema Schutz. "Wenn wir dafür schon Geld ausgeben, dann müssen wir es auch schützen", plädierte Norman Schroth für einen Schutzlack. Jonas Nothacker hatte die Befürchtung, dass das neue Kunstwerk gleich wieder von den eingangs erwähnten Schmierfinken zerstört wird. Gemeinderat Achim Pfrommer sprach sich für die ganz sichere Lösung aus und forderte die Installation einer Kamera. "Den öffentlichen Raum zu überwachen ist sehr schwer. Da gibt es zahlreiche Auflagen", erklärte Hauptamtsleiterin Susan Mäder, dass sie nicht mal eben an den nächstbesten Laternenpfahl eine hochauflösende Überwachungskamera schrauben dürfe. Doch das Gremium ließ nicht locker. Regina Dürr sprach davon, dass "verrückte Köpfe" versuchen würden, sich ins Kunstwerk einzumischen. Das gelte es unter allen Umständen zu verhindern. Schlussendlich könne man wohl nur prüfen, ob man einen Schutzlack auf das fertige Kunstwerk auftrage oder aber das Graffiti um den ganzen Turm laufen lasse, damit keine freie Fläche mehr zur Verfügung stehe, meinte die Verwaltung. "Wir sprechen das mit dem Künstler ab, dass es ganz rumgeht", versprach Schupp.

Ratsmitglied Björn Ahsbahs hatte eine andere Idee, wie man das neue bunte Kunstwerk am Wasserturm schützen könnte: "Wenn man so einen Künstler schon da hat, kann der ja auch mit dem Jugendhaus einen Workshop machen." Das fördere sicher auch die Akzeptanz der neuen Gestaltung in der jungen Bevölkerung. Eine Idee, die durchaus interessant sei, meinte Schupp. Man werde all das mit dem Künstler besprechen in den kommenden Wochen. Der Gemeinderat stimmte am Ende für das Graffiti mit Anlehnung an den neuen Premiumwanderweg "Wolfsgrube".

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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