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Neubulach Bushaltestellen stehen vor dem Aus

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Die Bushaltestelle "Fliederstraße" in Neubulach-Oberhaugstett war jetzt Thema im Gemeinderat. Foto: Fritsch

Neubulach - Zwei Bushaltestellen, die Gefahr ausstrahlen, weil sie für den Verkehr nur schlecht einsehbar sind. Es kommt gerade mit Schulkindern zu heiklen Situationen. Jetzt sollen die beiden Haltepunkte weg. Doch erst, wenn es eine Alternative dazu gibt.

"Das hatte fast Verkehrsschaucharakter", meinte Neubulachs Bürgermeisterin Petra Schupp im Rahmen der jüngsten Gemeinderatssitzung. Polizei, Stadt und Landratsamt hatten sich bereits im Oktober zu einer besonderen Stadtführung verabredet: Neuralgische Punkte rund um das Thema Verkehr wurden angesteuert. Und darüber wurde der Gemeinderat jetzt in Kenntnis gesetzt.

Platz für eine sichere Bushaltestelle

Zu beschließen gab es aber auch was: Nämlich die Aufhebung der beiden Bushaltestellen "Fliederstraße" und "Salerstraße" im Neubulacher Stadtteil Oberhaugstett. Ganz so wie es in der Beschlussvorlage stand, kam es dann aber doch nicht. Aber der Reihe nach: Das Grundproblem an den beiden Bushaltestellen ist die schlechte Einsehbarkeit und somit davon ausgehende Gefahr vor allem für Schulkinder. "Die Hauptstraße windet sich halt einmal durch. Da sieht man zu wenig", verdeutlichte Schupp das Dilemma.

Gemeinderat Andreas Blaurock konnte mit einer Reduzierung auf zwei Haltestellen leben, "aber mit der zeitlichen Verzögerung kann ich nicht leben. Man sollte die Haltestelle ›Fliederstraße‹ erst zu machen, wenn wir eine Alternative haben." Ansonsten werde die Haltestelle "Molkerei" in der Ortsmitte auf Dauer überlastet. Ratskollege Hans Georg Ruß stimmte da zu, appellierte an die Verwaltung, schnell einen neuen Ort für eine Haltestelle zu finden.

Das Rathaus sei da hinterher, versicherte Schupp und präsentierte erste Pläne: "In Richtung Altensteig-Wart wollen wir mit einem Flächenzukauf Platz für eine sichere Bushaltestelle schaffen." Doch der Eigentümer der Fläche, auf der kürzlich ein Haus abgerissen wurde, muss dem Kauf noch zustimmen.

Schupp: "Besser die Kinder laufen, aber leben"

Und Platz braucht eine neue Bushaltestelle durchaus. Um die 15 Meter, kalkuliert Schupp. Denn spätestens ab 2022 müssen alle Bushaltestellen barrierefrei ausgebaut sein - so will es das novellierte Personenbeförderungsgesetz des Bundes, das bereits seit Januar 2013 in Kraft ist. Bürgermeisterin Schupp zeigte sich offen dafür, dass man zunächst nach einer Alternative sucht und erst dann die besagten Bushaltepunkte stilllegt. Rat Peter Moers brachte folgende Idee ins Spiel: "Kann man die Haltestelle nicht umwidmen zur Nothaltestelle, damit klar wird, dass das nicht mehr lange so bleibt?" Damit habe man doch "keinen Stress", entgegnete Schupp, denn man müsse als Kommune selber aktiv den Abbau der Haltestelle beim Landratsamt beantragen.

Auch rechtlich habe die Stadt nichts zu befürchten, die Begehung vor Ort mit Polizei und Landratsamt sei ja schließlich nur ein Arbeitstreffen gewesen und habe keinen hoch offiziellen Charakter, meinte Schupp. Es steht also nichts entgegen, die Haltestelle "Fliederstraße" so lange zu belassen, bis man eine Ersatzmöglichkeit gefunden hat. Auch den längeren Weg bis zur Haltestelle "Molkerei" könne man in Kauf nehmen, wenn die "Filderstraße" und "Salerstraße" dicht seien, verdeutlichte Schupp: "Besser die Kinder laufen, aber leben."

Auch eine Ampel soll kommen

Übrigens soll noch eine Ampel als sichere Querungshilfe für Fußgänger kommen, eben an die Stelle der Bushaltestelle. Einfach beides verbinden und die Situation so entschärfen? Nicht machbar, da im Zweifel der anhaltende Bus die Ampel verdeckt und dadurch die Gefahr nochmals erhöht. Am Ende einigten sich Gemeinderat und Verwaltung darauf, den Beschlussvorschlag dergestalt abzuändern, dass die Aufhebung der beiden Bushaltestellen zwar beantragt wird, allerdings erst, wenn es eine alternative Lösung gibt.

Dieser Variante stimmten alle Ratsmitglieder einstimmig zu. Zudem nahmen sie die Ergebnisse der restlichen Verkehrsbegutachtung zur Kenntnis - auch einstimmig.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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