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Neubulach Bürgerbus für Leute mit Handicap

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In Neubulach erfolgte nun der Startschuss für den Bürgerbus. Derzeit werden weitere Fahrer gesucht. Foto: Stocker

Neubulach - Geraume Zeit wurde in Neubulach an der Realisierung eines Bürgerbusses getüftelt. Mit Beginn des neuen Schuljahres wurde das Fahrzeug zunächst für den Schülerverkehr eingesetzt. Jetzt erfolgte der Startschuss für Individualfahrten zwischen den Stadtteilen."Nachdem das Problem der Finanzierung in diesem Jahr gelöst wurde, konnte das Vorhaben, das bereits seit mehr als drei Jahren etliche Mitbürger umtreibt, in die Tat umgesetzt werden", fasste Tobias Reis die Vorbereitungen zusammen. Der Hauptakteur und Motor des Bürgerbusses ließ in seinem Bestreben nicht nach. Die Idee dafür war schon vor der Initiative "Lebensqualität durch Nähe" (LQN) geboren und floss im Arbeitskreis Mobilität ein. Denn, so die Mitstreiter, in den vergangenen Jahren fielen immer wieder Anbindungen des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in die Neubulacher Ortsteile weg. "Es zeigte sich jedoch schnell, dass die Idee eines Bürgerbusses nicht leicht umzusetzen ist und, wie so oft, der Teufel im Detail steckt", berichtete LQN-Pressesprecher Jörg Feuerbacher von Vorschriften des Personenbeförderungsgesetzes sowie der Finanzierung.

"Dadurch erhalten wir eine Mobilitätshilfe für Leute mit Handicap", unterstrich Reis erfreut. Gleichzeitig verwies er auf ein dadurch entstehendes Zusatzangebot zum Linienverkehr. Wird also die vom Fahrgast gewünschte Strecke bereits durch eine bestehende Linie des ÖPNV bedient, so wird der Anrufer auf diese Möglichkeit verwiesen.

"Der Bürgerbus versteht sich als Ergänzung zum ÖPNV, und die Fahrer organisieren bereits die Schülerfahrten", würdigte Bürgermeister Walter Beuerle das Engagement. Denn seit Schuljahresbeginn hat sich der Transport für Kinder aus den Talorten Seitzental und Kohlerstal, aber auch von der Gemeinschaftsschule in Richtung Holzbronn, Bad Teinach-Zavelstein und Emberg bewährt.

"Es besteht allerdings kein Rechtsanspruch auf Fahrten", sagte Reis. Wenn also der neunsitzige Bus voll belegt ist oder die Witterungsbedingungen beispielsweise im Winter es nicht zulassen, kann der Fahrer Touren gänzlich ablehnen. "Unser Bürgerbus versteht sich nicht als Taxi", so Reis.

Derzeit stehen für das Projekt sieben Fahrer zur Verfügung. "Um den Fahrdienst weiter zu optimieren, suchen wir noch weitere Ehrenamtliche", warb Feuerbacher. Alle vier Wochen tauschen sich die Fahrer aus, um unter Umständen das eine oder andere Detail zu verbessern.

Für die Fahrtanmeldung haben die Organisatoren eine zentrale Telefonnummer bei der Stadtverwaltung. Unter 07053/96 95 94 kann man seinen Fahrwunsch bis zum Vortag um 15 Uhr, freitags bis 12 Uhr äußern.

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