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Neubulach Berufswahl-Siegel prangt an der Tür

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Berufsorientierungslehrerin Christina Straub (von links) und Christian Zachrich, IHK Vertreter Günter Brecht, Bürgermeisterin Petra Schupp, Schulleiter Dominik Bernhart, Konrektorin Nadine Waidelich und Berufsorientierungslehrer Manuel Glawatzki. Foto: Kunert Foto: Schwarzwälder Bote

Als siebte Schule im Bereich Nordschwarzwald ist die Gemeinschaftsschule Neubulach mit dem BoriS-Siegel ausgezeichnet worden. Das Gütezeichen spricht für gut Beratung zum Thema Berufsorientierung. Stadt und Schule freuen sich natürlich.

Neubulach. Kürzlich wurde der Gemeinschaftsschule (GMS) Neubulach das Berufswahl-Siegel Baden-Württemberg verliehen. Die GMS Neubulach erhält damit als siebte Schule in der Region Nordschwarzwald dieses "BoriS"-Zertifikat für exzellente Leistung im Bereich der Berufsorientierung.

Günter Brecht von der IHK Nordschwarzwald, der das Zertifikat in Anwesenheit von Bürgermeisterin Petra Schupp, Schulleiter Dominik Bernhart, Konrektorin Nadine Waidelich und dem anwesenden Berufsorientierungskollegium übergab, betonte die außergewöhnlichen Leistungen der Schule in diesem Bereich. Zudem wurde die Gemeinschaftsschule als eine von zwei Pilotschulen nach Berlin eingeladen, wo sie ihr Konzept beim "bundesweiten Netzwerktag Berufswahl-Siegel" näher vorstellen.

"Herausragende Arbeit und viel Herzblut"

"›BoriS‹ ist ein Siegel für Schulen, die in herausragender Art und Weise berufliche Orientierung in der Schule verankert haben und das Thema mit Herzblut leben", erklärt der IHK-Teamleiter Brecht. An der Gesamtschule Neubulach hat man schon vor Jahren damit begonnen, dieses Thema in den Schulalltag zu integrieren.

Die Begleitung der Schüler zur beruflichen Ausbildungsfähigkeit nehme an der Schule von Klasse fünf an einen hohen Stellenwert ein, so Bernhart. In Neubulach steht das Konzept auf vielen Säulen. Konzeptionell bedingt durch die individuelle Förderung der Schüler entsprechend ihrem Lernniveau wird auch die Berufsorientierung angepasst praktiziert. Neben der Vorstellung von Berufsbildern durch die Eltern und Schnupper­praktika in der fünften und sechsten Klasse konkretisiert sich das Thema in der siebten und achten Klasse durch Berufswahltests, weitere Praktika und Bewerbungstrainigs.

In der neunten und zehnten Klasse konzentriere man sich dann auf Bewerbungsgespräche, Simulation von Einstellungstests und individuelle Berufsberatung. Entscheidend sei aber, dass diese Aktivitäten nicht außerschulisch zusätzlich angeboten werden, sondern fachübergreifend gelehrt werden. Die einzelnen Fachlehrkräfte sprechen sich hier untereinander ab, sodass Themen, die in Mathematik begonnen haben, in den Fächern Wirtschaft oder Deutsch ihren Abschluss finden.

Zusammenarbeit mit Unternehmen der Region

Dabei hat es die GMS Neubulach geschafft, frühzeitig Kooperationen mit der Wirtschaft vor Ort und über die Grenzen des Landkreises hinaus zu schmieden. Ein Mitarbeiter einer Software-Firma aus Karlsruhe unterrichtet zum Beispiel an der Schule wöchentlich im Bereich Programmierung.

Techniker des Metallbetriebs "Veyhl" aus Neuweiler-Zwerenberg geben Einblick in die sieben Ausbildungsberufe im eigenen Betrieb, organisieren Betriebsbesichtigungen und konstruierten zusammen mit den Schülern einen Solarhubschrauber. Der Klinkverbund Südwest ist ein weiteres Unternehmen, das eine Bildungspartnerschaft mit der Gemeinschaftsschule Neubulach unterhält. Für die Neubulacher Bürgermeisterin Schupp sind diese Partnerschaften auch für Entwicklung des Schulstandorts essenziell, da es natürlich in ihrem Interesse liegt, die Schulabgänger vor Ort oder der Region zu halten. Für die schon mehrfach ausgezeichnete Schule ist das Zertifikat ein weiterer Beweis, dass man mit dem Konzept auf dem richtigen Weg sei, heißt es. "Einer allein kann nichts bewirken. Es ist eine Gemeinschaftssaufgabe der ganzen Schule, Schülerinnen und Schüler mit einem konkreten Berufswunsch aus der Schule zu entlassen", so Schulleiter Bernhart. Der erfolgreiche Übergang von Schule in den Beruf sei dabei der Maßstab. Dafür seien individuelle Lösungen gefragt. Er freue sich, dass er ein motiviertes Team an Lehrkräften hinter sich wisse, die an dieser Thematik arbeiten.

Dass sich die unterschiedlichsten Maßnahmen rechnen, zeigen die steigenden Anmeldezahlen an der Schule. Allein im kommenden Schuljahr werden 86 neue Schüler eingeschult, die dann vierzügig unterrichtet werden.

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Ralf Klormann

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