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Neubulach Beliebtes

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Mit Leib und Seele ist Peter Moers Schornsteinfeger. Foto: Stocker Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Steffi Stocker

Neubulach-Liebelsberg. Gerne wird zum Jahreswechsel der Schornsteinfeger als Glückssymbol verwendet. Auch das Jahr über hat dieser Handwerker einen besonderen Stellenwert. Bezirksschornsteinfegermeister Peter Moers jedenfalls übt seinen Beruf mit Leidenschaft aus.

Als Jugendlicher hat Moers den Beruf entdeckt. "In Ulm durfte ich einen Tag lang unseren Kaminfeger begleiten", erzählt er von den Eindrücken, die ihn nachhaltig prägten. Nach seiner dreijährigen Ausbildung und ebenso langer, selbst auferlegter Wanderschaft durch Süddeutschland, legte er 1986 die Meisterprüfung ab. Schnell erkannte Moers, dass der Schornsteinfeger auch eine Vertrauensperson ist, dem die Menschen persönliche Dinge berichten.

Immerhin bis zu vier Mal, je nach Brennstoffart, die im Haus verwendet wird, kommt Moers in die Häuser. 60 Prozent der Arbeit bestehen aus dem Reinigen der Schornsteine. Die Messungen für den Immissionsschutz und den Kohlenmonoxidausstoß sowie die Überprüfung der Abgaswege überwiegen. "In den vergangenen Jahren sind die Prüfmethoden intensiver und technischer geworden", fasst er zusammen. Zudem wachse der Beratungsbedarf für den Einsatz verschiedener Heizungsarten im Vorfeld von Umbauten. Außerdem müssen neue Öfen oder Kamine dann von ihm abgenommen werden, also auf ihre Installation und richtige Funktionsfähigkeit hin getestet werden. "Das Feuerstättengesetz fordert die Abnahme durch den Chef", erklärt der Schornsteinfeger, dessen Bezirk vom Landratsamt eingeteilt wird.

Waren Bezirk und ausführende Handwerker seither aneinander gebunden, fällt diese Zuordnung mit dem neuen Jahr weg. Soll heißen, jeder Hausbesitzer kann sich seinen eigenen Schornsteinfeger aussuchen. "Mehr als 90 Prozent der Eigentümer haben mir ihr Vertrauen ausgesprochen", verweist Moers auf Vereinbarungen zu weiterer Zusammenarbeit mit rund 2500 Kunden. Seit 1995 ist er der verantwortliche Bezirksschornsteinfegermeister im Kehrbezirk, auf den er sich künftig alle sieben Jahre neu bewerben muss. Gleichzeitig vermittelt er sein Wissen an junge Nachwuchskräfte. Derzeit absolviert der neunte Anwärter seine Ausbildung.

Mit viel Herzblut bewerkstelligt Moers sein Tagwerk. Immer wieder steht er plötzlich im Mittelpunkt des Geschehens. "Dann ist man plötzlich ein Bildmotiv bei einer Hochzeit oder Geburtstagen oder füllt Lotto-Scheine aus", erzählt der Schornsteinfeger lachend. Ihm geht regelrecht das Herz auf, wenn er die Nähe zum Kunden spürt.

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