Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Neubulach Bauarbeiten an Oberhaugstetter Biogasanlage dauern an

Von
Die Biogasanlage in Neubulach geht erst im Herbst ans Netz. Archivfoto: Fritsch Foto: Schwarzwälder Bote

Neubulach-Oberhaugstett. An der Biogasanlage in Neubulachs Stadtteil Oberhaugstett wird immer noch gebaut. Bereits am 1. Juni fand der Tag der offenen Tür statt, kürzlich auch eine groß angelegte Übung der Feuerwehren Neubulach und Wildberg. Doch die Anlage soll nun erst im Herbst in Betrieb gehen.

"Der Tag der offenen Tür war von Beginn an nicht als Starttermin zur Inbetriebnahme gedacht", berichtet Christian Gmeiner, Geschäftsführer der Abfallwirtschaft Calw (AWG), die für den Bau der Biogasanlage zuständig ist. Dies sei notwendig gewesen, um eine gefährdungsfreie Betriebsführung einer großen Anzahl an Besuchern zu ermöglichen.

Flüssigkeitsdichte Folie für die Innenseite

Zu einer Verzögerung des Bauzeitplans kam es jedoch, weil man bei einer Abnahmeprozedur bemerkte, dass an zwei der sieben Behältern "Durchfeuchtungen" zu erkennen waren. Die Abfallwirtschaft entschied sich also dafür, die Innenseite der betroffenen Behälter mit einer flüssigkeitsdichten Folie auszukleiden. Dafür musste an den zwei Behältern nun das Tragluftdach abgebaut werden, um die Arbeiten bei Tageslicht erledigen zu können.

Die Bauarbeiten sollen "innerhalb weniger Wochen abgeschlossen sein", berichtet Gmeiner. Danach dauere es noch zwei bis drei Monate, bis ausreichend Biomasse bereitsteht und die Anlage in Betrieb gehen kann. Trotz der Verzögerung, findet Gmeiner, sei es eine beachtliche Leistung, dass das Projekt im Umfang von 10,5 Millionen Euro, welches im März 2017 auf den Weg gebracht wurde, innerhalb von zweieinhalb Jahren verwirklicht wird.

Wie Gmeiner weiter sagt, sollen pro Jahr 13 500 Tonnen im Kreis gesammelte Bioabfälle und etwa 4500 Tonnen geeignete Abfälle aus der Grüngutsammlung auf den Recycling­höfen verarbeitet werden. Daraus sollen etwa 10 000 Tonnen Flüssigdünger entstehen. Was die Stromproduktion angeht, rechnet man mit 4200 Megawattstunden. Diesen Strom kann man dann für einen auf 20 Jahre garantierten Preis von 14,7 Cent pro Kilowattstunde ins Netz einspeisen, heißt es.

Somit soll sich die Anlage binnen zehn Jahren rechnen. Neben dem umwelttechnischen Vorteil durch die Stromerzeugung mittels einer Biogasanlage, biete sie für die Gebührenzahler im Kreis Calw eine Entlastung, teilt der AWG-Verantwortliche mit. Die Anlage helfe nämlich dabei, Gebührenerhöhungen beim Bioabfall zu vermeiden, betont Gmeiner.

Politischer Besuch in der Anlage

Auch politischen Besuch gab es jüngst in der Anlage. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Saskia Esken zeigte sich bei einem Besuch begeistert von dem Projekt.

"Genauso stelle ich mir die Dezentralisierung unserer Stromversorgung vor: Innovativ, nachhaltig, gewinnbringend", meinte Esken anerkennend. Während ihrer Sommertour spricht sie mit der Kommunalpolitik und anderen über die Frage, wie Klimaschutz auch vor Ort umgesetzt werden kann.

Der Landkreis Calw zeige dabei mit einer Abfallbiogasanlage, dass organischer Abfall ein wichtiger Teil der Energiewende sein kann, heißt es in einer Pressemitteilung der Abgeordneten.

Artikel bewerten
0
loading

Ihre Redaktion vor Ort Calw

Ralf Klormann

Fax: 07051 20077

Flirts & Singles

 
 

Angebot der Woche

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.