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Neubulach Aus drei Tagen werden drei Minuten

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Die Digitalisierung stand im Mittelpunkt eines Besuchs bei der Firma Fimab Fiedler in Neubulach. Foto: Kunert Foto: Schwarzwälder Bote

Bei einer Informationsveranstaltung der Agentur für Arbeit ließ sich die Bundestagsabgeordnete Saskia Esken (SPD) beim Neubulacher Maschinenbauer Fimab zeigen, wie ein mittelständischer Familienbetrieb die Herausforderungen der Digitalisierung annimmt und mit innovativen Ideen Aushängeschild wird.

Neubulach. Auf ihrer Sommertour durch ihren Wahlkreis besuchet Saskia Esken die Firma Fimab Fiedler Maschinenbau Blechbearbeitungs GmbH in Neubulach, um sich dort zusammen mit der Vorsitzenden der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit, Martina Lehmann, mit einem heißen Thema auseinanderzusetzen. Denn auf die Frage, wie sich die Digitalisierung der Wirtschaft konkret auf Unternehmen und den Arbeitsmarkt im Kreis Calw auswirkt, kann der Geschäftsführer der Fimab mit einer Erfolgsgeschichte antworten. Markus Fiedler hat es nicht nur geschafft, das Familienunternehmen in zweiter Generation erfolgreich aufzustellen, er sorgt mit seinen innovativen Ideen und einer vorbildlichen Unternehmenskultur dafür, dass er auch angesichts der Herausforderungen der Digitalisierung optimistisch in die Zukunft schauen kann.

Das Blechbearbeitungsunternehmen hat sich auf die Konstruktion und Fertigung von Schaltschränken spezialisiert und bietet vom Prototyping bis zur Serienfertigung Sonderlösungen auf höchstem Niveau. Ihn treibe die Neugier an, und so lag es nahe, sich mit dem Thema Digitalisierung dort zu befassen, wo das Epizentrum der Wirtschaft 4.0 liegt, im Silicon Valley. Markus Fiedler unternahm einen Trip ins Herz der Digitalisierung und kam mit einer Fülle an guten Ideen und Inspirationen zurück.

Ausschlaggebend war der Satz des Venture Capitals Geber Marc Andreessen "Software is eating the world". "Daten sind das Kapital des 21. Jahrhunderts und nur der, der weiß, wie er seine Daten nutzen kann, wird das Spiel gewinnen", so Fiedler.

Fiedler nutzte die Möglichkeiten der Digitalisierung und entwickelte einen Online-Konfigurator für seine Schaltschränke, der den Bestellprozess von drei Tagen auf drei Minuten reduziert und die Lieferzeit um ein Vielfaches verkürzt. Kunden können mit diesem Tool online ihren benötigten Schaltschrank per Drag and Drop konstruieren und konfektionieren und mit einem Click bestellen.

Die Online-Bestellung wandert durch Schnittstellen zum ERP-System und den CNC Maschinen unmittelbar in die Produktion. So kann Fimab durch die Just-in-Time-Produktion ressourcenschonend und nachhaltig produzieren ohne Lagerbestände vorhalten zu müssen.

Wie wichtig es ist, sich mit dem Thema Digitalisierung konkret zu beschäftigen, zeigte ein kurzer Vortag von Martina Lehmann von der Agentur für Arbeit. Dort hat man sich mit unterschiedlichen Studien damit beschäftigt, welche Auswirkungen die Digitalisierung auf den Arbeitsmarkt im Kreis Calw haben wird. Untersucht wurde vom Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung, wie viele Beschäftige sich im Landkreis Calw der Herausforderung stellen müssen, dass ihr Arbeitsplatz möglicherweise im Rahmen der Digitalisierung gefährdet ist. Dazu wurden über 4000 Berufsbilder dahingehend untersucht, inwiefern die Kerntätigkeiten durch digitale Prozesse ersetzt werden können. Ist der Anteil höher als 70 Prozent, haben solche Arbeitsplätze ein hohes Ersetzungspotenzial. Waren dies 2013 im Kreis Calw noch 15,4 Prozent so hat sich die Zahl bei der letzten Studie in 2016 bereits auf 26,4 Prozent erhöht. In absoluten Zahlen bedeutet dies, dass bereits 2016 rund 10.000 Arbeitsplätze im Kreis Calw einem hohen Anpassungsdruck unterliegen. "Die Zahlen bedeuten nicht, dass diese Arbeitsplätze wegfallen" erklärt Martina Lehmann. "Die Beschäftigten in diesen betroffenen Berufsfeldern müssen sich jedoch dringend damit beschäftigen, wie sie sich durch Fortbildung und Qualifizierung dem Wettbewerb um ihren Job stellen".

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