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Neubulach 25 Acht- und Neuntklässler dürfen fremden Schulalltag miterleben

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Französische und deutsche Schüler bei der gemeinsamen Stadtrallye. Foto: Schule Foto: Schwarzwälder Bote

Neubulach/Althengstett/Castries. Einerseits voller Vorfreude und Tatendrang, andererseits etwas nervös und angespannt traten 25 Acht- und Neuntklässler der Gemeinschaftsschulen Althengstett und Neubulach den ersten Schüleraustausch mit dem Collège les Pins in Castries nahe Montpellier an.

Nach einiger Vorbereitungszeit ging mit dem Bus und anschließend ab Straßburg mit dem Zug nach Südfrankreich. Bei vielen Schülern war die Neugierde auf das Nachbarland deutlich spürbar. Denn die Gegend im Südosten Frankreichs war den Teilnehmern des Austausches durch die Arbeit mit dem Schulbuch bereits bekannt. Dennoch beschäftigten den ein oder anderen auch gewisse Unsicherheiten: Wie wird es sein, eine Woche in einer fremden Familie zu verbringen? Werde ich mich mit meinem Austauschpartner gut verstehen? Kann ich mich überhaupt gut genug auf Französisch verständigen?

Dass diese Sorgen letztlich unbegründet sein würden, zeigte sich bereits beim Empfang durch die Gastfamilien am Bahnhof in Montpellier. Am darauf folgenden Tag durften die deutschen Gäste ihre französischen Austauschpartner in das Collège begleiten und deren Schulalltag miterleben. Richtig interessant wurde es für viele dann beim ersten Ausflug zu einer Stierfarm. Im Anschluss war gutes Teamwork angesagt bei der gemeinsamen Stadtrallye mit den französischen Schülern in der Stadt Aigues Mortes.

Freier Aufenthalt

Am nächsten Tag verbrachten diesmal nur die Besucher aus Althengstett und Neubulach einen Tag in Montpellier samt Stadtführung und freiem Aufenthalt in Kleingruppen zum Bummeln. Reichlich Zeit hatten die Jugendlichen am Wochenende, das ganz bewusst für Aktionen innerhalb der Gastfamilien von Programmpunkten frei gehalten wurde.

Viele nutzten die beiden Tage etwa für Ausflüge ans Meer oder Treffen mit anderen Austauschpartnern. Dementsprechend gut erholt kamen die Schüler aus dem Wochenende, um sich gemeinsam auf den Weg zum Pont du Gard zu machen. Diese von den Römern erbaute Sehenswürdigkeit ist eines der berühmtesten Bauwerke in Frankreich. Nachdem die interessierten Besucher sogar auf dem obersten Bogen des Bauwerkes das Tal überqueren durften, ging es anschließend im Rahmen einer weiteren deutsch-französischen Stadtrallye nach Uzès.

Letztlich verging die Zeit für alle Beteiligten sehr schnell, und bald stand schon die wieder die Heimfahrt an. Nach einer letzten Verköstigung im Collège Les Pins mit Spezialitäten aus der Region und einem wehmütigen, teils tränenreichen Abschied, ging es erneut mit Bahn und Bus zurück nach Althengstett und Neubulach.

Positives Fazit

Was bleibt, ist eine Woche mit vielen neuen Erfahrungen. So fällt etwa das Fazit von Robin (Klasse 8) sehr positiv aus: "Mir hat es gut gefallen, weil wir coole Sachen angeschaut haben. Ich hatte sehr viel Spaß!". Auch Johanna (Klasse 8) "fand die Ausflüge besonders schön, weil man dadurch so viel von Südfrankreich sehen konnte". Sehr förderlich war die Woche in Castries auch für die persönlichen Sprachkenntnisse. So war Jette (Klasse 9) "überrascht, wie gut ich die Sprache verstanden habe und wie viel ich auf einmal Französisch reden konnte".

Alles in allem war die Reise nach Südfrankreich somit dank der großen Gastfreundlichkeit der französischen Familien und der sehr guten Organisation seitens der Partnerschule in Castries ein großer Erfolg. Die Gemeinschaftsschulen Althengstett und Neubulach sowie insbesondere die 25 Teilnehmer freuen sich bereits auf den Gegenbesuch der französischen Austauschschüler Anfang April.

Ihre Redaktion vor Ort Calw

Ralf Klormann

Fax: 07051 20077

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