Einblick in den Stand im Baugebiet „Glashöfe“ erhalten Verwaltung und Gemeinderat bei einer Begehung. Foto: Stephan Hübner

Über den Stand im Neubaugebiet „Glashöfe“ in St. Georgen wurde bei einer Begehung mit Christian Epp vom Projektträger „ECU Grund & Boden GmbH“ informiert.

Christian Epp lobte jahrelange, sehr gute Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung unter teils sehr schwierigen Bedingungen.

 

Man habe viel pragmatisch gelöst, zum Beispiel den Flächentausch zur Gebietsarrondierung und den Bau eines Spielplatzes, den inzwischen die Stadt pflegt. Die habe auch am oberen Rand Niederwald angelegt, um die beidseitige Bebauung der Straße zu ermöglichen.

2007 war das Gebiet teilweise noch bewaldet, sonst weit und breit nichts, erinnerte sich Bürgermeister Michael Rieger. Die Fläche sei der Stadt vor vielen Jahren „durch die Lappen“ gegangen. Epp habe er 2017 kennengelernt. Das Unternehmen habe immer gehalten, was es versprach. Für Diskussionen gesorgt hatte laut Epp damals der Bau von Mehrfamilienhäusern. Die Vielfältigkeit der architektonischen Gestaltung erlaube aber Entwicklungen in verschiedene Richtungen.

Unglücklich über die Versorgung mit Erdgas

Unglücklich zeigte sich Epp über die Versorgung mit Erdgas. Dem habe man mit Rabatten bei Holzbauten oder Verzicht auf fossile Energien entgegengewirkt. Es gebe elf Objekte in Holzbauweise, der Anteil an Gebäuden ohne fossile Heizung, dafür mit Photovoltaik und Wärmepumpe sei bemerkenswert hoch.

Viel Diskussion habe es auch um die Verkehrsführung gegeben, seit der Erschließung habe man aber keine Beschwerden, so Rieger. Stadtbaumeister Alexander Tröndle verwies auf die ursprünglich bei Bürgern unerwünschte Querverbindung der zwei Straßen, über die er sehr froh sei, da man bei einer Baustelle in Peterzell gemerkt habe, wie bescheiden es ohne so eine Verbindung sei.

Der Spielplatz ist gut gelungen

Der Spielplatz sei gut gelungen, und man habe sich immer auf sehr konstruktiver Ebene gekappelt. Nötig war laut Tröndle auch ein Schneeablageplatz an einer der Wendeplatten und ein Rückstaukanal für einen gedrosselten Ablauf des Wassers.

Als aktuelle Handlungsfelder sah Epp neue Wohnangebote, um auch die letzten Flächen zu verkaufen. Rieger würde gerne weiter auf Einfamilienhäuser setzen. Die Stadt werde helfen so gut sie könne. Epp mahnte auch den fehlenden Kindergarten an, der laut Rieger aber nicht komplett vom Tisch ist.

Der Verkauf der unteren Flächen ging zügig voran, wegen gestiegener Kosten sank die Nachfrage aber stark. Bei den zwölf noch freien Plätzen im oberen Gebiet handelt es sich nach Meinung von Rieger und Tröndle um die Filetstücke, allerdings auch um schwierige Topographie, die laut Epp durch Bauvorschriften nicht einfacher handhabbar wird.

Gemeinderat Markus Schwarzwälder erläuterte das anhand eines von ihm gefertigten Holzbaus, an dem der Hang mittels Blocksteinen abgestützt werden musste. Deshalb gibt es nun für drei Grundstücke mit besonders steilem Relief eine bis 31. März befristete Sonderaktion mit einem reduzierten Quadratmeterpreis für junge Familien mit Kindern unter 18 Jahren.

Gebiet mit viel Herzblut erschlossen

Das Gebiet sei mit viel Herzblut erschlossen, lobte Georg Wentz, Ortsvorsteher von Brigach. Besonders freue ihn, dass Finn Zeller ein altes Schwarzwaldgehöft erhalten und renoviert habe.

Angesichts des positiven Fazits der Beteiligten wünschte sich Bürgermeister Michael Rieger, dass Bürger mit der Verwaltung fairer umgehen und diese nicht immer gleich bei der Vorstellung von Planungen heftig angehen.

Am Sonntag, 16. November, findet ab 13 Uhr ein Tag der offenen Tür für Bau- Interessierte auf dem Gelände statt.