Die Arbeiten zur Erschließung des Neubaugebiets Killberg IV sind nahezu abgeschlossen. Das Interesse von potenziellen Bauherren ist aber überschaubar. Foto: Roth

Die Bewerberphase für Einfamilien- und Doppelhausbauplätze ist vorerst abgeschlossen. Nicht für alle Grundstücke gab es Interessenten. Unsere Redaktion kennt die Zahlen.

Die Nachfrage nach Bauland im Hechinger Neubaugebiet Killberg IV ist verhalten. Das zeigen die Ergebnisse der jüngsten Bewerbungsphase für Einfamilien- und Doppelhausbauplätze , die am vergangenen Sonntag, 20. Oktober, abgelaufen ist. 35 Bewerbungen auf 34 Einfamilienhausbauplätze und eine Bewerbung auf drei Doppelhausbauplätze seien eingegangen, wie es auf Anfrage unserer Redaktion aus dem Rathaus heißt.

 

Nun gelte es, die eingegangenen Bewerbungen zu prüfen. Daher könne die Anzahl der Bewerbungen auch noch variieren, so die Stadtverwaltung weiter.

Bauland derzeit nicht einfach zu vermarkten

Die Zahl der Bauland-Käufe sind 2023 auf ein historisches Tief eingebrochen, wie eine Studie des Hamburger Gewos-Instituts für Stadt-, Regional- und Wohnforschung ermittelt hat. Hechingen bildet da keine Ausnahme. Gestiegene Zinsen und hohe Baukosten machen die Vermarktung des Baulands derzeit nicht einfach, wie Bürgermeister Philipp Hahn mehrfach in der jüngeren Vergangenheit betont hatte.

Vor allem Doppelhausplätze scheinen sich zu Ladenhütern zu entwickeln. Binnen sechs Wochen hat sich für die drei Doppelhausplätze gerade mal ein Bewerber interessiert.

Wie geht es weiter mit Grundstücken, auf welche es keine Bewerber gibt? Ganz einfach: Die freien Grundstücke werden wieder neu ausgeschrieben.

Neue Bewerbungsfrist

Ein weiteres Sorgenkind sind die Mehrfamilienplätze und die Quartiersgarage, für welche schon ausgereifte Konzepte der Münchener Semodu AG in der Juli-Sitzung des Bauauschusses vorgestellt wurden. Diese sollten sich aufgrund des Rückzugs der Semodu AG wegen derer Insolvenz aber als hinfällig erweisen.

Die Folge: „Die frei gewordenen Grundstücke wurden in die aktuelle Ausschreibung wieder aufgenommen, die Bewerbungsfrist endet immer quartalsweise, somit aktuell am 31.12.2024“, informiert die Stadtverwaltung hierzu. Die Anzahl der Bewerber sei im laufenden Wettbewerbsverfahren nicht bekannt und werde nach Ablauf der Bewerbungsfrist und erfolgter Eignungsprüfung zu ermitteln sein. Statt des gewünschten schnellen Baubeginns beginnt die Bewerberphase nun also erstmal wieder von vorne.

Trotz aller Schwarzmalerei gibt es auch gute Nachrichten: Die Balinger Baufirma Stumpp ist mit der Erschließung des zweiten Bauabschnitts nahezu fertig. Die Arbeiten liegen also – angepeilt war die Fertigstellung bis Ende des Jahres – voll im Zeitplan.

Buswartehäuschen, Ladesäulen für E-Autos, Fahrradständer und Verkehrsschilder stehen schon. Fehlen nur noch die Wohngebäude.