In Erlaheim buddeln Bagger für ein neues Wohngebiet. 15 Bauplätze entstehen am nordwestlichen Ortsrand. Foto: Volker Schweizer

Das Baugebiet „Nebenwiesle“ liegt im Zeit- und Kostenplan. Der Ortschaftsrat hat festgelegt, wie die neue Straße heißen soll.

Erlaheim wächst: Am nordwestlichen Ortsrand entsteht ein neues Wohngebiet mit 15 Plätzen. Mit der Vermarktung wird im zweiten Quartal dieses Jahres begonnen.

 

„Nebenwiesle“ heißt das gut 7500 Quadratmeter große Gelände, auf dem die Häuser wohl geradezu aus dem Boden schießen werden. Denn das Interesse an den Grundstücken ist groß, wie Ortsvorsteher Steffen Welte dem Ortschaftsrat berichtete.

Vor vollen Zuhörerplätzen informierte der Ortsvorsteher über die Großbaustelle: Die Arbeiten gingen gut voran.

Womöglich früher fertig als Juni

Derzeit würden bereits Kanäle verlegt, und auch einige Zisternen seien schon eingebaut. „Wenn nichts mehr Unvorhergesehenes kommt, liegen wir im Zeit- und Kostenplan“, freute sich Welte.

Der beauftragten Baufirma habe man Zeit bis Ende Juni eingeräumt. Er sei aber guter Dinge, dass die Baustelle schon früher abgeschlossen werden könne.

Über die Vergabekriterien – auch über die für die „Obere Breite“ in Binsdorf – wurde in den beiden Stadtteilen schon vor zwei Jahren ausführlich beraten. Mittlerweile, informierte der Ortsvorsteher, hätten sich die rechtlichen Rahmenbedingungen aber geändert.

Vergabekriterien sollen im Juni beschlossen sein

Der Verwaltungsausschuss der Gesamtstadt habe sich deshalb im Oktober mit dem Thema auseinandergesetzt. Welte ist zuversichtlich, dass in der April-Sitzung des Gemeinderats die letztgültige Entscheidung fällt.

Bis dahin seien auch die Bauplatzpreise kalkuliert. „Wir können also im zweiten Quartal mit der Vermarktung beginnen.“

Wie die Vermarktung vonstatten geht, ist noch nicht entschieden. Auf jeden Fall sollen die 15 Plätze nicht auf einen Schlag auf den Markt gebracht werden.

Vier ehemalige Eigentümer haben Vorkaufsrecht

Der Ortsvorsteher sprach sich für eine „chargenweise“ Vergabe aus. Berücksichtigt werden müssten auch vier ehemalige Grundstückseigentümer, die ein Vorkaufsrecht hätten.

Ortschaftsrat Steffen Walter mahnte an, das Prozedere nicht in die Länge zu ziehen. Geislingen, das ebenfalls neues Bauland brauche, könne erst in eine Planung einsteigen, wenn 75 Prozent der Bauplätze verkauft seien.

Räte stimmen für „Germanenstraße“

In der nächsten Sitzung kommt das Thema nochmals zur Sprache. Das letzte Wort hat dann der Gemeinderat.

Was aber jetzt fest, ist der Straßenname: Durch das Neubaugebiet „Nebenwiesle“ führt künftig die „Germanenstraße“. Der Name ist nicht aus der Luft gegriffen, denn in Erlaheim gibt es bereits Straßen, die nach Völkern benannt sind: Römer-, Kelten- und Alemannenstraße.