Spatenstich für das Neubaugebiet (von links): Ortsvorsteher Markus Häußler, Haiterbachs Bürgermeister Andreas Hölzlberger, Bauamtsleiter Werner Braun, Dieter Hermann vom Ingenieurbüro Gauss und Bauleiter Andreas King von der Firma Stumpp. Foto: Beyer

Die Bagger rollten schon, als sich jetzt die Verantwortlichen zum Spatenstich für die Erschließungsarbeiten des Baugebiets "Mühlacker 2. Erweiterung" in Unterschwandorf trafen.

Haiterbach - Für die elf Bauplätze, die im neuen Baugebiet entstehen sollen, nimmt die Stadt viel Geld in die Hand. 677. 710 Euro werden allein die Bauarbeiten für die Erschließung kosten. Zählt man weitere Punkte wie die Kosten für den Grunderwerb und die Honorare für die Planung hinzu, betragen die Gesamtkosten rund 1,08 Millionen Euro.

In der Rechnung noch nicht enthalten: der Breitbandausbau. Denn als Teil der aktuellen Arbeiten werden nur Leerrohre verlegt. Erste wenn dann ganz Unterschwandorf ans schnelle Internet angeschlossen wird, wird auch im Neubaugebiet das Glasfaserkabel eingeblasen.

Spätestens bis Oktober sollen die Bauarbeiten beendet sein, informierte Bürgermeister Andreas Hölzlberger. Doch wahrscheinlich sei das beauftragte Bauunternehmen schon früher fertig. Vorausgesetzt, es gehen nicht die Baumaterialien aus. Denn aufgrund des aktuellen Baubooms sind diese knapp. "Betonfertigteile sind das größte Problem", so Hölzlberger.

Grundstückskäufer müssen nicht bis Herbst warten

Wer ein Grundstück kaufen möchte, muss allerdings nichts bis zum Herbst warten. Schon im Sommer sei es möglich, die ersten Bauplätze zu erwerben, schätzt Hölzlberger. Allerdings muss vorher der Gemeinderat noch die Grundstückspreise festlegen.

Ebenfalls müssen die Räte entscheiden, wie genau die Vergabe ablaufen soll. Hierüber hatte es in der Vergangenheit Diskussionen gegeben. Die einen wollten sichergehen, dass vor allem Unterschwandorfer endlich bauen können. Andere hofften, durch das Baugebiet neue Einwohner zu gewinnen.

Der Beschluss des Gemeinderats steht zwar noch aus, aber Hölzlberger kann jetzt schon versichern: "Wir werden die elf Bauplätze in mehreren Tranchen auf den Markt bringen." Dadurch soll sichergestellt werden, dass über einen längeren Zeitraum Bauland für die Unterschwandorfer verfügbar ist. Daran herrschte in der Vergangenheit ein bitterer Mangel. "Einige sind schon weggezogen, weil es keinen Bauplatz gab", berichtete Ortsvorsteher Markus Häußler. Doch vermutlich werden die Bauplätze auch neue Familien nach Unterschwandorf locken. Häußler hofft auf engagierte Neubürger, damit aus dem Dorf keine Schlafstadt wird. "In einem kleinen Ort ist es wichtig, dass die Leute sich beteiligen."

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