Die Räume sind bereits bezogen und mit Leben gefüllt: Bei der offiziellen Einweihung der Staudinger Gesamtschule hat Oberbürgermeister Martin Horn (Mitte) den symbolischen Schlüssel an die Schüler und die Schulleiterin Natalie Gros übergeben. Foto: Alexander Blessing

Die Staudinger Gesamtschule in Freiburg hat ihren Umzug vollzogen.

Der Schuljahresbeginn war ein ganz besonderer für die Staudinger-Gesamtschule im Freiburger Stadtteil Haslach: Der zweite Bauabschnitt wurde fertig, neun Jahre nach Planungsbeginn. „Rund 1500 Personen waren an der Umsetzung des Projekts beteiligt“, macht die Schulleiterin der Staudinger Gesamtschule Natalie Gros die Dimensionen des Bauprojekts deutlich. Allein 40 Gewerke haben dafür gesorgt, dass der Neubau der Staudinger Gesamtschule rechtzeitig zum Schuljahresbeginn fertig wird. Dabei sei das Zusammenspiel aus Unterricht und Baustelle gleichzeitig nicht immer einfach gewesen. Umso glücklicher zeigen sich nun die Beteiligten, dass der Neubau seit September mit Leben gefüllt wird. „Es ist noch nicht alles fertig, aber wir können Schule machen“, so Gros.

 

„Mit der neuen ,Staudi’ haben wir das größte und teuerste Bauvorhaben in der Freiburger Schulgeschichte erfolgreich abgeschlossen. 110 Millionen Euro fließen hier direkt in die Zukunft unserer Kinder“, bekräftigt Oberbürgermeister Martin Horn bei der feierlichen Eröffnung des zweiten Bauabschnitts.

Jahrgangshäuser sind die Besonderheit der Schule

Bürgermeisterin Buchheit ergänzte: „Als Schulbürgermeisterin freue ich mich ganz besonders, dass wir den 1192 Schülerinnen und Schülern hier ein modernes, helles und pädagogisch wertvolles Lernumfeld bieten können.“ Die Schule sei nicht nur nach dem Schulgesetz eine Schule „besonderer Art“. Sie ist auch mit ihrer Binnenstruktur besonders, beispielsweise durch die Jahrgangshäuser, so Buchheit.

Die Magistrale dient als Verbindung zwischen den einzelnen Bereichen. Foto: Alexander Blessing

Jede siebenzügige Klassenstufe hat neben den Klassenzimmern ihren eigenen Raum für Lehrer, einen Gruppenarbeitsraum für Schüler sowie einen Inklusionsraum und einen eigenen Aufenthaltsbereich. All das ist um einen Innenhof herum angeordnet. Bis zur achten Klasse lernen die Klassen gemeinsam mit ihren Klassenlehrern in einem Haus – unabhängig von ihrer Grundschulempfehlung. Erst dann folgt die Aufteilung auf die einzelnen Schularten.

Stadtteilbibliothek in die Schule integriert

Alle Jahrgangshäuser sind durch eine 100-Meter-lange Magistrale verbunden. Im Wesentlichen sind der Ganztagsbereich und die Verwaltungsräume dieser Zone angegliedert. Entlang der Magistrale wird nicht nur gelernt, sondern auch gekocht, gegessen und gelesen: Im Erdgeschoss liegen die Mensa mit Selbstkochküche, die Lehrküchen, der Bereich „Hauswirtschaft und Textiles Werken“. Ebenfalls in den Neubau integriert wurde die Stadtteilbibliothek, die sich seit 44 Jahren in der Schule befindet. Die Bibliothek ist sowohl von innen als auch von außen zugänglich und wird von Schülern und Bürgern gleichermaßen genutzt.

Die Stadtteilbibliothek ist seit 44 Jahren in die Schule integriert. Foto: Alexander Blessing

Schulgemeinschaft war in Planung mit eingebunden

In die Planung des Neubaus wurden die Schüler und Lehrer miteingebunden. Viele Ideen und Wünsche wurden aufgenommen und vom Architekturbüro in die Tat umgesetzt. „Ich wünsche mir, dass die Schüler und Lehrer alles nutzen, was der Neubau zu bieten hat“, sagt Gros. Ihr größter Wunsch sei zudem, dass „niemand etwas kaputt macht“.

Ganz fertig sind die Bauarbeiten noch nicht: Die Abrissarbeiten des alten Gebäuden haben bereits begonnen. Ab Frühling 2026 werden der Eingangsbereich der Bibliothek, eine Fahrradüberdachung, Wiesenflächen und die Wegeführung im Westen fertiggestellt. Auch der Schulgarten und ein Basketballfeld kommen dazu. Bis 2027 sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein und das Baustellenleben für die Schule ein Ende haben.