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Neubau "Mühlengeist" Klappt’s bis zur Gartenschau in Balingen?

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Siegfried Reiter verfolgt die "Mühlengeist"-Debatte im Gemeinderat. Foto: Maier

Der Balinger Gemeinderat hat am Mittwoch das Verfahren eingeleitet, mit dem der Neubau des "Mühlengeists" ermöglich werden soll. Warum das Vorhaben aber wohl nicht – wie angestrebt – bis zur Gartenschau 2023 fertig wird, lesen Sie in unserem (SB+)Artikel.

Balingen - Nach dem derzeitigen Stand der Dinge wird der Wiederauf- beziehungsweise der Neubau der Gaststätte Mühlengeist in Balingen mit ziemlicher Sicherheit nicht, wie angestrebt, bis zur Gartenschau im Jahr 2023 fertig sein können. Der Technische Ausschuss des Gemeinderats hat am Mittwochabend zwar das notwendige Bebauungsplanverfahren einstimmig eingeleitet. Jedoch ist dieses Verfahren aufwändig und vor allem so langwierig, dass die Verwirklichung des "Mühlengeists" am nördlichen Stadtausgang fast ausgeschlossen erscheint.

Pompöser als das Vorgängergebäude

Wie berichtet, will Siegfried Reiter das früher so beliebte Ausflugslokal nach dessen Zerstörung durch den Brand im Jahr 2010 neu errichten: größer und vor allem pompöser als das Vorgängergebäude, mit Türmen und mit einer großen Terrasse. Den Bauantrag dafür hat Architekt Otto Beutter im Oktober auf der Stadt eingereicht; bereits davor hatte der Gemeinderat nichtöffentlich die Planungen für den extravaganten Wiederaufbau gutgeheißen.

So eben mal genehmigungsfähig ist das Vorhaben derweil keineswegs: Nach Angaben von Baudezernent Michael Wagner gibt es mehrere "Problemfelder". So sind die Reiterschen Pläne nicht durch den Bestandsschutz gedeckt, weil es erheblich größer ausfallen soll als das Vorgängergebäude. Das Baugrundstück liegt zudem im Überflutungsbereich – dort gilt eigentlich ein Bauverbot. Dazu kommen auch noch natur- sowie landschaftsschutzrechtliche Belange – insbesondere die Frage, wie die vielen Gäste des "Mühlengeists" künftig dorthin gelangen und wo sie parken sollen. Die einzige Zufahrtsmöglichkeit ist der bestehende schmale asphaltierte Feldweg. Und Parkplätze? Die können laut Wagner wohl nur auf den landwirtschaftlichen Wiesen oberhalb des Stadtmühle-Ensembles hin zur Bundesstraße 27 ausgewiesen werden, anderswo sei kein Platz. Für diese Wiesen müssten indes Kompensationsflächen ausgewiesen werden. Ironie am Rande: Gerade diese Wiesen waren einst die Ausgleichsflächen im Rahmen des vierspurigen Ausbaus der B 27.

Fertigstellung bis zur Gartenschau?

Auf die Frage von Wolfgang Rehfuß (CDU), ob das "Schloss" bis zur Gartenschau 2023 fertig sein werde, sagte Wagner, dies sei "schwierig zu beantworten". Womöglich wollte sich Wagner auch nur um eine klare Aussage drücken, denn indirekt sagte er im Folgenden "nein": Das Bebauungsplanverfahren werde wohl mindestens zwei Jahre dauern, vielleicht auch zweieinhalb, so Wagner. In etwas mehr als zwei Jahren indes beginnt schon die Gartenschau. Ob parallel zum Verfahren schon eine Teilbaugenehmigung erteilt werden könne, müsse "im Verfahren geklärt" werden.

Lesen Sie auch: So läuft das Großprojekt Gartenschau in Balingen

Siegfried Reiter verfolgte die Debatte in der Stadthalle von den Zuschauerrängen aus. Im Anschluss an die Sitzung sagte er, dass er mit rund zwei Jahren Bauzeit rechne. Für die Fertigstellung bis zur Gartenschau müsste er die Baugenehmigung im Frühjahr also haben. Sobald eine Genehmigung vorliege, könne er schnell loslegen. Material für den Neubau – Holz, Natursteine und vieles andere mehr – sammelt er seit Jahren, es ist auf dem "Mühlengeist"-Gelände gelagert. Reiter sagte im Gespräch mit unserer Zeitung zudem, trotz des absehbar langen Verfahrens sei er optimistisch, den neuen "Mühlengeist" "hoffentlich bis zur Gartenschau" fertigstellen zu können. Erklärtes Ziel der Stadt war es zudem bisher immer, dass an dieser Stelle bis zu dem Großereignis wieder eine attraktive und gut eingeführte Gastronomie besteht.

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