Der markante Neubau des Metallbauunternehmens Rathberger im Gewerbegebiet Efringen-Kirchen: das Verwaltungsgebäude „R25 Bürohaus“ Foto: Siegfried Feuchter

Die Firma Rathberger in Efringen-Kirchen kann sein neues Verwaltungsgebäude einweihen. Die Firma hat sich Fassadenverkleidungen und Dacheindeckungen aus Metall spezialisiert.

Harald Rathberger (65), Sanitär- und Blechnermeister, hatte seine Firma 1988 als kleinen Handwerksbetrieb mit drei Mitarbeitern am heutigen Standort in Efringen-Kirchen gegründet. Mit viel Engagement, zukunftsweisender Strategie und unternehmerischem Weitblick hat er ihn sukzessive ausgebaut und weiterentwickelt.

 

Junges Leitungsteam

Heute beschäftigt das innovative Unternehmen, das er und seine Frau Yvette Rathberger-Stächelin als Geschäftsführer leiten, gut 100 Mitarbeiter. Philipp Rathberger (29) ist Teil des jungen Leitungsteams der nächsten Generation – ein bewusst aufgebautes Führungsgremium, das die Nachfolge im Familienunternehmen langfristig sichert.

Die Firma Rathberger ist nicht nur einer der größten Arbeitgeber in der Reblandgemeinde, sondern auch regionaler Marktführer in der Branche sowie weithin gefragter Zulieferer für Blechteile und Baugruppen. Zahlreiche große und bekannte Bauobjekte in Deutschland, der Schweiz und auch in Frankreich sind mit Metallfassaden und Metalldächern des Efringen-Kirchener Unternehmens ausgestattet. Die prosperierende Firma, deren Auftragslage Firmenchef Harald Rathberger als gut bezeichnet, genießt über die Region hinaus einen ausgezeichneten Ruf.

Foto: Rathberger

Ein weiterer Meilenstein in der bewegten Firmengeschichte ist das nun fertiggestellte neue Verwaltungsgebäude auf dem 5000 Quadratmeter großen Firmenareal mit sieben Produktionshallen. Das „R 25 Bürohaus“, wie der markante Bau von der Firma bezeichnet wird, ist ein viergeschossiges, funktionales sowie modern und großzügig ausgestattetes Gebäude aus Beton, Metall und Glas, das zugleich als Blickfang und Entrée zum Gewerbegebiet in Efringen-Kirchen dient.

Aus Bürocontainern in den Neubau

„Zuvor waren die Verwaltungsbereiche dezentral und teilweise in Bürocontainern untergebracht. Deshalb wollten wir moderne, effiziente und attraktive Arbeitsplätze schaffen, die sowohl den heutigen Anforderungen an Zusammenarbeit und Technik gerecht werden als auch die Attraktivität des Unternehmens als Arbeitgeber stärken“, betont Harald Rathberger im Gespräch. Zugleich wertet er das neue Bürohaus auch als Bekenntnis zum Standort Efringen-Kirchen. Die hellen Räume mit zeitgemäßer Ausstattung würden „innovative und kreative Ideen fördern“. 32 Mitarbeiter aus Verwaltung und technischem Büro (Konstruktion und Arbeitsvorbereitung) haben dort ihren Arbeitsplatz.

Weitere Hallen geplant

Im bisherigen Verwaltungsgebäude sind neue Sozialräume für die Mitarbeiter entstanden. Außerdem ist demnächst eine 300 Quadratmeter große Halle als Materiallager für den Bereich Bau-Metall für die Materiallagerung der Baublechnerei vorgesehen. Darüber hinaus denkt Harald Rathberger bereits an Industrie 4.0, die als vierte industrielle Revolution gilt, bei der Produktionstechnik mit modernen Informations- und Kommunikationstechnologien verschmelzen. „Das wird die Arbeitswelt komplett verändern“, ist der Firmenchef überzeugt, der bereits ein weiteres Projekt plant. Ende nächsten Jahres wird das expandierende Unternehmen mit dem Bau einer 800 Quadratmeter großen Halle für die Erweiterung von Produktion und Materiallagerung des Bereiches CNC beginnen.

Ein autarkes Gebäude

Besonderen Wert legte Rathberger beim Bau des neuen Bürohauses auf ökologische Aspekte, also Nachhaltigkeit und Energieeffizienz. Um Erdwärme nutzen zu können, hat das Unternehmen auf eigene Kosten mit einem sechsstelligen Betrag Erdbohrungen vorgenommen. Die daraus gewonnenen geologischen Erkenntnisse können nun auch von weiteren Betrieben sowie Privatleuten genutzt werden. Dachbegrünung mit Muschelkalkdämmung, eine Fassade mit 20 Zentimeter Steinwolldämmung, moderne Sole-Wärmepumpe, Photovoltaikanlage auf Dach- und Fassadenflächen oder eine Lüftungsanlage mit effizienter Wärmerückgewinnung sorgen für ein autarkes Gebäude. Eine Besonderheit ist auch das intelligente Lichtkonzept: Die Lichtfarben verändern sich ständig, indem sie sich dem natürlichen Außenlicht anpassen. Ein Effekt: Am PC arbeitende Mitarbeiter werden dadurch nicht so schnell müde.

„Tag der offenen Tür“

Baubeginn des neuen Verwaltungsgebäudes war am 26. Juni 2024, Ende Dezember 2025 war es fertiggestellt und wird nun am Samstag, 21. März, im Kreis von mehr als 180 geladenen Gästen offiziell eingeweiht. Tags darauf am Sonntag, 22. März, kann die breite Öffentlichkeit bei einem „Tag der offenen Tür“ von 10 bis 17 Uhr bei Führungen nicht nur einen Einblick in das neue Bürohaus bekommen, sondern auch in die Produktionshallen, in denen Maschinen laufen und in denen die hochtechnisierten, präzisen Arbeitsabläufe demonstriert werden. Es gibt auch Unterhaltung mit Musik, Attraktionen für die ganze Familie und außerdem wird die Feuerwehr mit einem Stand präsent sein.