Auf der Nordseite der neuen Kindertagesstätte Bondelbach fällt der Blick auf das Dorfhaus. Foto: Schimkat

Der Neubau der Bondelbach-Kindertagesstätte (Kita) in der neuen Ortsmitte von Überauchen sieht von außen stattlich und modern aus, die Fassade wird schon verkleidet. Aber wie ist das Innenleben der neuen Kita?

Ortsbaumeister Patrick Lutz, Kita-Leiterin Brigitte Willmann und Architekt Christian Kuberczyk haben sich die Zeit für einen Rundgang mit unserer Redaktion in der Kita genommen. Das Innenleben mit lichtdurchfluteten großzügigen Räumen beeindruckt, auch wenn die Räume noch nicht fertiggestellt und nicht möbliert sind.

 

Es wurde an alles gedacht. Im Eingangsbereich fällt der Blick zur linken Seite auf die Mensa und einen großen Bewegungsraum mit 60 Quadratmetern Fläche. Die ganze Fläche zum Flur soll verglast werden, erläutert Kuberczyk. Daneben wird eine Ausgabeküche sein mit Podests für Kinder, die auch gerne helfen wollen.

Pro Raum zehn Kinder

Auf dem hinteren Bereich im Erdgeschoss sind sozusagen spiegelgleich rechts und links je ein Gruppenraum für Kinder unter drei Jahren mit Intensivraum, Schlafraum und Toilette sowie Zugang zum Außenbereich. „Wir haben pro Raum die Möglichkeit, zehn Kinder zu betreuen“, erklärt Brigitte Willmann.

In der Mitte des Erdgeschosses dominiert eine breite Treppe, die in das Obergeschoss führt: „Unter der Treppe werden kleine Spielbereiche und Kuschelmöglichkeiten eingerichtet“, erklärt Lutz. Auch im Obergeschoss besticht die Helligkeit, die Gruppenräume für die größeren Kinder haben breite Fenster, ein großer Balkon nimmt die Hälfte des Gebäudes ein und lädt auch zum Spielen ein. Eine große Treppe vom Balkon in den unteren Außenbereich hat gleichzeitig die Funktion des Fluchtwegs. In zwei Gruppenräumen gibt es eine Empore zum Aufhalten oder Herunterschauen, was sich da so tut. Eine Kreativwerkstatt ist geboten, zudem gibt es Toiletten für die Kinder.

Im Bereich mit Blick auf das Dorfhaus befinden sich der Mitarbeiter-Raum sowie ein Gesprächsraum und WC-Anlagen.

1100 Quadratmeter Nutzfläche

Die Nutzfläche beträgt circa 1100 Quadratmeter, die Firsthöhe beträgt rund zehn Meter. Geheizt wird mit Pelletheizung über das Dorfhaus mit Gas als Spitzenlast, das Satteldach hat eine PV-Indachanlage. Alle Räume haben Fußbodenheizung. Die Decken werden noch abgehängt wegen der Akustik, erklärt Lutz.

Kostensteigerung um knapp sechs Prozent

Baubeginn war am 9. November 2021, die Fertigstellung ist für November 2023 geplant. Die Baukosten betragen nach jetzigem Stand 4,89 Millionen Euro – 5,9 Prozent mehr als die kalkulierte Kostenberechnung. Die Gemeinde erhält circa einen Million Euro an Fördermitteln.