Schon von weitem ist das grüne Licht zu sehen. Foto: Marcel Dorer

Der Neubau des Netto-Marktes in Mönchweiler schreitet kräftig voran. Doch immer wieder fragen sich Anwohner und Autofahrer: Warum leuchtet die Baustelle dort eigentlich grün?

Die Baustelle an der Kälberwaid in Mönchweiler ist vor allem bei Dunkelheit schon von weitem aus zu sehen. Das liegt an der grünen Beleuchtung, mit der der Neubau des Netto-Marktes angestrahlt wird – und dies geschieht nicht ohne Grund.

 

Denn die Baustelle wird von der Überwachungsfirma Bauwatch gesichert. Das Unternehmen mit niederländischen Wurzeln hat sich auf dem Gebiet der Baustellenüberwachung spezialisiert. Herzstück dieser Überwachung ist dabei nach eigenen Angaben ein Videoüberwachungsturm inklusive eines Lautsprechersystems.

Bilder werden in Leitstelle übertragen

Wie das Unternehmen der Redaktion bereits im Falle einer Überwachung auf dem Kasernenareal in Villingen mitgeteilt hat, werden die Aufnahmen in eine rund um die Uhr besetzte Leitstelle übertragen. Dort würden alle Bewegungen auf den überwachten Gelände registriert und im Bedarfsfall weitere Maßnahmen eingeleitet, wie Bauwatch-Marketingleiter Scott Denton erklärte.

Privater Sicherheitsdienst oder Polizei wird informiert

Möglich sei dann, dass entweder ein privater Sicherheitsdienst oder im Ernstfall direkt die Polizei über einen möglichen Vorfall – beispielsweise ein Diebstahl von gelagerten Materialien oder Vandalismus-Attacken – informiert wird. Über die Lautsprecheranlage sei es zudem möglich, von der Leitstelle aus Einbrecher und Vandalen per Ansprache zu vertreiben.

Überwachungssystem kann sogar autark arbeiten

Wie das Unternehmen mitteilt, würde es auch nichts bringen, das Stromkabel zum Videoturm zu kappen, um sich anschließend unentdeckt auf der Baustelle aufzuhalten. Denn ein integrierter Akku würde bei einer Unterbrechung der Stromversorgung die Funktionen für rund 48 Stunden aufrecht erhalten.

Dass für die Beleuchtung des überwachten Bereichs ausgerechnet grünes Licht genutzt wird, hat laut Bauwatch gleich mehrere Gründe. Demnach habe die Farbe eine schonendere Wirkung auf die Umwelt, weil die Tierwelt dadurch weniger gestört werde. Zudem sei eine bessere Auflösung der Kamerabilder ein weiterer Vorteil.

Und es gebe noch einen weiteren Vorteil. „Weil das grüne Licht auf der Baustelle heute in der Regel sofort mit Bauwatch assoziiert wird, machen Diebesbanden oft einen Bogen um die gesicherten Areale“, heißt es bei Bauwatch.

Eröffnung erst für Juli 2024 geplant

Was die Eröffnung des Netto-Marktes betrifft, so müssen sich die Kunden noch ein wenig gedulden. Nachdem ursprünglich angedacht war, dass der Markt Ende 2023 fertiggestellt ist, musste die angepeilte Eröffnung auf April 2024 verschoben werden. Doch auch dieser Zeitplan ließ sich nicht halten, wie das Unternehmen auf Anfrage unserer Redaktion erklärt.

„Die Eröffnung wird voraussichtlich im Juli 2024 stattfinden. Derzeit wird an dem Innenausbau der Filiale gearbeitet“, heißt es in einer Stellungnahme. Der Standort sei wegen seiner guten Voraussetzungen und zu erwartenden Besucherfrequenz für eine Netto-Filiale gut geeignet.

Der alte Markt war abgerissen worden, um ihn durch einen Neubau zu ersetzen. Dadurch sollen die Flächen für Backshop, Leergutannahme und den gesamten Verkauf erhöht werden. Bis zur Neueröffnung bietet Netto in einem Zelt in der Nähe des Sportplatzes eine alternative Einkaufsmöglichkeit.