Am 11. Februar 2025 soll es soweit sein: Der Abbruch der Gebäude auf dem Hetal-Areal könnte beginnen. Derzeit wird die Ausschreibung vorbereitet.
Bevor Amtsverwalter Norbert Beck das Wort in der jüngsten Gemeinderatssitzung in Alpirsbach an Stadtbaumeister Rudolf Müller übergab, stimmte er das Gremium darauf ein, dass nun zwei positive Themen folgen würden.
Müller stieg damit ein, dass die Stadt das Hetal-Areal nun notariell erworben habe. Am 19. Juni sei der Kaufvertrag unterzeichnet und der Kauf im Grundbuch eingetragen worden. Somit ist die Stadt Eigentümer des Grundstücks.
Das Hauptgebäude bleibt
Bevor der Neubau des Feuerwehrhauses starten kann, ist der Abbruch der Hetal-Gebäude und -Hallen erforderlich. Das denkmalgeschützte Hauptgebäude bleibt stehen. Wobei, sagte Müller, das Hauptgebäude der Realisierung des Neubaus nicht im Wege stehe.
Ein örtliches Ingenieurbüro sei mit der Ausarbeitung der Ausschreibung für die Abbrucharbeiten beauftragt worden. Wie Müller ausführte, rechne er mit sechs bis acht Firmen, die sich auf diese Ausschreibung melden werden.
Der Gemeinderat werde dann in seiner Sitzung am 11. Februar 2025 über die Vergabe der Arbeiten beschließen. Voraussichtlich werden die Abbrucharbeiten am 24. Februar 2025 beginnen können. Müller rechnet mit Kosten von 950 000 Euro und einem Förderbetrag von 60 Prozent im Rahmen des Sanierungsgebiets. Beck stellte den Beschlussvorschlag zur Abstimmung. Alle Gemeinderäte stimmten zu.
Eine der größten Investitionen der Stadt
Beck fuhr fort, dass es ein Meilenstein in der Geschichte der Stadt wäre, sollte der Baubeschluss für das Feuerwehrhaus noch am Tag der Sitzung gefasst werden. Gleichzeitig deutete er dies als einen Beleg dafür, dass in Alpirsbach doch etwas vorangehen kann und eine der größten Investitionen der Stadt getätigt werde. Beck richtete seinen Dank an den Gemeinderat und die Feuerwehr, die nicht aufgegeben haben und am Projekt dran geblieben sind.
Die Gesamtkosten wurden mit 7,2 Millionen Euro veranschlagt. Vom Landrat sei eine Fachförderung in Höhe von 320 000 Euro bewilligt worden. Aus dem Ausgleichstock seien Mittel in Höhe von 2,9 Millionen Euro bewilligt worden. Beantragt wurden insgesamt 3,37 Millionen Euro. Zum Differenzbetrag von 437 000 Euro sagte Beck, dass der Kämmerer sehen müsse, wie er dies in den beiden kommenden Jahren aus dem Haushalt herausschwitzt.
Baubeginn Mitte Mai
Rudolf Müller ergänzte, da der Kaufvertrag erst im Juni abgeschlossen worden war, sei sehr viel Zeit verloren gegangen. Die Abbrucharbeiten sollen bis Ende April 2025 abgeschlossen sein, so dass ein Baubeginn nach Erteilung der Baugenehmigung Mitte Mai möglich wäre.
Er rechnet mit einer Bauzeit von zwei Jahren, so dass Anfang 2027 das Feuerwehrhaus in Betrieb genommen werden könne. Die erforderlichen Haushaltsmittel sind in den Haushaltsplänen 2024 und 2025 eingeplant.
Der Gemeinderat stimmte dem Baubeschluss einstimmig zu – ein historischer Beschluss, der auch von den Gemeinderäten und von den vielen anwesenden Besuchern mit Applaus gewürdigt wurde.