Die Zahnarztpraxis in Villingendorf startet im April (von links): Thomas Probst, Sarah Lebold, Amada-Mihaela Hundorfean und Marcus Türk. Foto: Schmidt

Modernste Technik auf großer Fläche: Die Details zur neuen Praxis in Villingendorf klingen spannend.

Nachdem die Ansiedlung von Amada-Mihaela Hundorfean als neue Zahnärztin für Villingendorf bereits im Gemeinderat bekannt gegeben wurde, nehmen nun die baulichen und technischen Rahmenbedingungen im Neubauprojekt Hoheim konkrete Formen an.

 

Die Eröffnung im April markiert das Ende einer mehr als zehnjährigen Vakanz in der örtlichen Zahnmedizin.

Die Investorenfamilie Eggert, Lebold und Probst, die bereits medizinische Großprojekte wie im Rottweiler „Perlonbau“ realisiert hat, schafft auf rund 300 Quadratmetern eine Praxisfläche, die speziell auf digitale Arbeitsabläufe ausgelegt ist.

Acht Behandlungszimmer

Ziel der Bauherren war es, eine Umgebung zu schaffen, die durch das Konzept der „Healing Architecture“ – eine Kombination aus beruhigender Lichttechnik und offener Raumgestaltung – die klassische Praxisatmosphäre auflockert. Die Praxis wird mit acht Behandlungszimmern und einem 3D-Volumentomographen für präzise Diagnostik ausgestattet.

Ein technischer Schwerpunkt liegt auf dem „Cerec“- Verfahren (Ceramic Reconstruction), das Zahnersatz durch digitale Abformung oft in nur einer Sitzung ermöglicht.

Wie Amada Hundorfean bereits im Gemeinderat ausführte, ist die gesamte Einrichtung barrierefrei konzipiert.

Neben der allgemeinen Zahnheilkunde bilden die Betreuung von Angstpatienten sowie ein familienfreundliches Konzept mit eigenem Kinderbereich zentrale Säulen des Praxisalltags.

Er freut sich wahnsinnig

Für Bürgermeister Marcus Türk ist die Eröffnung mehr als eine reine Praxisansiedlung. „Schon im Wahlkampf 2018 wurde mir die fehlende Zahnarztpraxis von den Bürgern als wichtigster Punkt genannt.“ Das damalige Versprechen, sich für eine Rückkehr der Zahnmedizin einzusetzen, sieht er nun eingelöst. „Dass es jetzt endlich geklappt hat, freut mich wahnsinnig“, so Türk.

Mit Blick auf die Zukunft hofft die Gemeinde, dass dieser Impuls die Realisierung einer Apotheke im Ort begünstigen werde. Viele Gespräche wurden jedenfalls geführt, sagt Türk. Absehbar sei eine endgültige Entscheidung zu erwarten.