Daniel Bucher ist für die CDU im Gemeinderat. Foto: Müller-Albrecht

Da staunte Daniel Bucher nicht schlecht: Bei den Kommunalwahlen legte er einen Traumstart hin. Mehr Stimmen als er hatte nur die langjährige SPD-Rätin Kerstin Skodell. Was dem 46-Jährigen bei seiner Arbeit wichtig ist.

Daniel Bucher war erstaunt, als er das Ergebnis der Kommunalwahl sah: „Ich konnte es anfangs nicht glauben und hatte ein komisches Gefühl, als ich sah wie viele Stimmen auf mich als Neuling entfielen“, sagt der 46-Jährige. Er holte über 2500 Stimmen – nur die langjährige SPD-Gemeinderätin Kerstin Skodell hatte mehr.

 

Bucher arbeitet als Schreiner und war von seinem Arbeitgeber Klaus Fischer, der nach langen Jahren aus dem Gemeinderat ausschied, zur Kandidatur beraten worden. „Wir haben im Betrieb oft diskutiert, warum Gemeinderatsarbeit in Hüfingen oft so wenig konstruktiv ist“, erklärt Daniel Bucher. Für ihn ist es daher bei seiner Tätigkeit im Gemeinderat wichtig, mehr konstruktive Zusammenarbeit zu erreichen.

„Kompromissbereit zu sein heißt, den anderen zu respektieren und zuzuhören, um gemeinsam Lösungen für die Entwicklung der Gemeinde zu finden“, ist Bucher überzeugt. „Wir sind natürlich alle auch auf den neuen Bürgermeister Patrick Haas gespannt. Wie wird er mit dem Gemeinderat zusammenarbeiten? Ich habe ihn zuvor auf Veranstaltungen erlebt und denke, dass er auch die konstruktive Zusammenarbeit suchen wird“, so Bucher. Gremienarbeit hat er in jungen Jahren im Vorstand der Landjugend Brigachtal kennengelernt. Er findet Vereinsarbeit wichtig für das Leben in der Gemeinde, deshalb ist er selbst in einigen Vereinen aktiv. In Hausen vor Wald spielte er Fußball und war dort zeitweise auch im Vorstand. In Hüfingen ist er im Kolping-Verein und bei der Freiwilligen Feuerwehr.

Er ist das Baptistle

Die Narrenzunft vertraut ihm bei der Hüfinger Fasnet die Rolle des Baptistle an. Das ist für ihn eine wichtige Aufgabe: Vor allem Auftritte in Schule und Kindergärten oder die Kinderfasnet in der Stadthalle machen ihm großen Spaß. „Vielleicht hat ja meine Bekanntheit als Baptistle einige Stimmen gebracht?“, vermutet Bucher. Durch den Wechsel des Bürgermeisters hat sich der Start der Ratsarbeit verzögert.

Faible für Technik, Bau und Umwelt

Die Fraktion tagten jedoch schon, um die Aufgaben in den Ausschüssen zu verteilen: „Von meinem Beruf und persönlichem Interesse her möchte ich im Bereich Technik, Bau und Umwelt mitarbeiten. In öffentlichen Gebäuden und Einrichtungen kann noch vieles verbessert werden, vorausgesetzt wir holen uns die nötigen Finanzmittel dafür. Mir ist auch wichtig, das Aquari langfristig zu erhalten und dafür schon jetzt die notwendigen Lösungen zu finden. Dafür und für andere Themen benötigen wir eine konstruktive Zusammenarbeit im Rat.“

Zur Person

Daniel Bucher ist verheiratet und hat zwei Kinder im Alter von acht und fünf Jahren. Der 46-Jährige ist erst 2014 aus Brigachtal-Klengen und der Zwischenstation in Pfohren nach Hüfingen gezogen. Das Elternhaus seiner Ehefrau, am Sennhof, hat er mit viel Eigenarbeit umgebaut, wobei ihm sein Beruf als Schreiner einiges ermöglicht habe. „Der Umbau hat viel Zeit gekostet, doch das Ergebnis ist so, wie wir uns das vorgestellt haben", sagt Daniel Bucher nicht ohne Stolz.