Seit dem 1. Januar hat die Stadt mit Tobias Wannenmacher einen neuen Herrn über ihre Finanzen. Wir sprachen mit dem gebürtiger Rangendinger über seine erste Eindrücke.
Der 43-jährige ist Nachfolger für den zur Stadt Burladingen gewechselten Timo Müller.
Was hat ihn nach nur anderthalb Jahren zum Wechsel von der finanziell bestens gesattelten Gemeinde Empfingen in die schuldengeplagte Stadt Haigerloch bewogen? Die lockenden Worte von Bürgermeister Heiko Lebherz dürften daran einen gewissen Anteil gehabt haben. Aber eben auch die Tatsache, dass seine Frau Nina in Teilzeit ebenfalls bei der Stadt Haigerloch arbeitet.
Fußball ist Wannenmachers Hobby
„Außerdem genieße ich es, dass unser Wohnort Stetten nur zwei Minuten vom Arbeitsplatz weg ist“, ergänzt Wannenmacher. So könne er die Mittagspause zu Hause verbringen. Oder im Sommer mit dem Fahrrad ins Städtle fahren. Der Kämmerer ist nämlich ein sportlicher Typ; sein Hobby ist Fußball. Er hat früher selbst aktiv gespielt und tut das heute noch hobbymäßig bei den Stettener Jedermannturnern. Außerdem betreut er in der Jugendspielgemeinschaft Eyachtal die F-Jugend.
Die ersten Arbeitstage gut überstanden
Seine ersten Eindrücke von neuen Arbeitsplatz in der 11000-Einwohner-Gemeinde sind durchweg positiv. Und das liegt nicht nur am geräumigen Büro mit höhenverstellbaren Schreibtisch, das er von seinem Vorgänger übernommen hat oder der guten personellen Besetzung in der Stadtkasse. „Ich bin gut empfangen und integriert worden“, schildert Wannenmacher die ersten Begegnungen mit den neuen Kolleginnen und Kollegen.
Die ersten Arbeitstage waren geprägt davon, sich erstmal mit allem vertraut zu machen, was für die tägliche Arbeit in der Stadtkämmerei nötig ist. Wannenmacher hat sich alle Kenn- und Passwörter geben lassen und zig E-Mails mit Hinweisen gecheckt.
Jetzt steht der Haushalt 2025 im Vordergrund
Sein Hauptaugenmerk wird der neue Stadtkämmerer jetzt erst einmal auf die Vorbereitung des Haushalts 2025 legen müssen. Am Ende muss ein Zahlenwerk stehen, das den Wünschen aus den Stadtteilen einigermaßen Rechnung trägt, für die Stadt aber noch finanzierbar ist. „Das alles braucht eine gewisse Vorlaufzeit“, meint Tobias Wannenmacher. Ziel ist es, darauf hat er sich mit seinem Chef Heiko Lebherz verständigt, den Haushaltsentwurf 2025 im April in den Gemeinderat einzubringen.
Einige große Investitonen stehen an
Dass Haigerloch sehr genau auf seine Ausgaben und Einnahmen schauen muss, das ist auch ihm nicht entgangen. Allen Sparzwängen zum Trotz wird Wannenmacher aber auch große Investitionsprojekt begleiten: Zuvorderst die rund sieben Millionen Euro teure Sanierung der Witthauhalle, sie soll noch im ersten Halbjahr 2025 starten. Die Sanierung der Kindergärten in Owingen und Stetten stehen genauso an, wie in Haigerloch der Umbau des Wohn- und Bürogebäudes des 2019 verstorbenen Architekten Hermann Sauter zur Kinderkrippe. Und auch das Gymnasium muss für die Zukunft fit gemacht werden.
Verstärkung in Sicht
Viel Arbeit wartet also auf den neuen Herrn der Haigerlocher Finanzen. Aber er muss diese nicht alleine schultern, denn zum 1. März, bekommt Tobias Wannenmacher Verstärkung. Dann wird Anna-Lea Rommel seine Stellvertreterin. Die Schwarzwälderin kommt frisch von der Hochschule nach Haigerloch.