Die Preisverleihung des Gestaltungswettbewerbs mit Künstler Johannes Blinkle sowie den Sponsoren. Foto: hfr

Beim Netzwerktreffen in Rottenburg wurde über Impulse für Wasserstoffprojekte im Mittelstand beraten.

Unter dem Titel „Energie in eigener Hand – Erfolgsbeispiele und Finanzierungswege für Wasserstoffprojekte in kleinen und mittleren Unternehmen“ hat das Energie- und Umweltinstitut der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg gemeinsam mit dem Verein H2-Wandel zu einem Netzwerktreffen nach Rottenburg eingeladen. Hierüber berichtet die Hochschule in einer Mitteilung. Vertreterinnen und Vertreter von Förderinstitutionen, Banken, kleinen und mittleren Unternehmen sowie Forschungseinrichtungen diskutierten bei dem Treffen über konkrete Perspektiven für Wasserstoffprojekte in der Region.

 

Praxisnahe Vorträge zu Wasserstofftechnologien

Im Mittelpunkt standen praxisnahe Vorträge zur Förderung und Finanzierung von Wasserstofftechnologien, Erfahrungsberichte aus erfolgreichen Projekten sowie Einblicke in aktuelle Forschungs- und Demonstrationsvorhaben. Ein zentrales Thema war das Projekt H2-Grid der Hochschule Rottenburg.

Die Anlage auf dem Campus umfasst unter anderem einen 100-Kilowatt-Elektrolyseur, einen Wasserstoffspeicher und eine 8-Kilowatt-Brennstoffzelle. Sie ist Teil der Modellregion „H2-Wandel – Grüner Wasserstoff Baden-Württemberg“, die vom Land Baden-Württemberg sowie über das EFRE-Programm der EU gefördert wird. Ziel ist es, bis 2027 einen vollständigen regionalen Wertschöpfungskreislauf rund um grünen Wasserstoff aufzubauen.

Im Rahmen der Veranstaltung wurde außerdem der Siegerentwurf eines künstlerischen Wettbewerbs zur Gestaltung der Wasserstoffanlage vorgestellt. Aus 57 eingereichten Beiträgen wählte die Jury den Entwurf von Johannes Blinkle aus. Das Preisgeld in Höhe von 5000 Euro stellen die Sponsoren H2-Wandel, die Stadtwerke Rottenburg am Neckar, die Kreissparkasse Tübingen sowie die Volksbank in der Region bereit. Ziel des Wettbewerbs ist es, Technik und Gestaltung zu verbinden und die Anlage als sichtbares Zeichen für Zukunftsenergie auf dem Campus zu etablieren.

Wasserstoffanlage der Hochschule besichtigt

Zum Abschluss konnten die Teilnehmenden die Wasserstoffanlage der Hochschule besichtigen. Sie dient sowohl der Forschung und Lehre als auch der Öffentlichkeitsarbeit und soll zur Entwicklung regionaler Wasserstoffkompetenz beitragen. Das Netzwerktreffen zeigte erneut, wie eng Wissenschaft, Wirtschaft, Finanzierungsinstitutionen und öffentliche Akteure in der Region zusammenarbeiten, um die Energiewende voranzubringen.