Der VfB Stuttgart schlägt in der Europa League Feyenoord Rotterdam dank einer starken Schlussphase. Die Fans hadern lange mit der Leistung ihrer Mannschaft – um am Ende doch zu jubeln.
Am Donnerstagabend hatte der VfB Stuttgart den Tabellenführer der niederländischen Eredivisie, Feyenoord Rotterdam, unter der Leitung von Trainer Robin van Persie, zu Gast. Schon lange vor Anpfiff war die Stimmung bei den Fans euphorisch. Das Europa-League-Spiel entschied der VfB Stuttgart am Ende mit 2:0 für sich.
Fußballerisch verlief die Partie allerdings über weite Strecken eher zäh – für echte Spannung sorgten beide Teams selten, klare Torchancen waren in der ersten Halbzeit Mangelware. Die Tore fielen erst sehr spät: Bilal El Khannouss traf in der 84. Minute, Deniz Undav legte in der 90. Minute nach. Lange Zeit mussten die Fans zittern, bevor sie den Sieg ihres Teams feiern konnten.
Die Feyenoord-Fans sorgten schon Stunden vor dem Spiel für Stimmung. Auf dem Weg zum Stadion zündelten sie reichlich Pyrotechnik.
Im Stadion selbst blieb die Stimmung unter den Fans gut gelaunt, wenn auch nicht gänzlich ohne Zwischenfälle.
Gegen spielstarke Niederländer gingen die Jungs von Sebastian Hoeneß zwar engagiert in Zweikämpfe, wirkten aber nicht entschlossen genug. Nicht nur in der MHP-Arena, auch vor den Bildschirmen verfolgten die Anhänger das Europa-League-Duell gespannt. In der ersten Halbzeit blieb das Spiel ausgeglichen, aber zäh.
„Ist das unser schlechtestes Saisonspiel bisher?“, fragte sich dieser Fan.
„Wir haben so ne Qualität und spielen so ne Scheiße. Offensiv geht wie so oft nichts und jetzt pennt auch die Defensive“, schrieb etwa dieser Fan.
Und auch dieser Fan beklagte die spielerische Qualität des VfB in der Europa League.
Dieser Fan erwartete von Trainer Hoeneß, dass er seine Mannschaft in der Halbzeitpause endlich richtig wachrüttelte.
Sicherlich nicht der einzige Fußballfan, der die Partie am Donnerstagabend als ermüdend empfand.
In der zweiten Halbzeit machten sich bei den VfB-Fans langsam Zweifel breit, ob sie in der Europa League überhaupt noch einmal gewinnen würden.
In der 84. Minute sorgte Bilal El Khannouss schließlich für die lang ersehnte Erlösung.
Deniz Undav machte in der 90. Minute mit dem 2:0 den Deckel drauf und besiegelte damit den Sieg – die Fans jubelten.
Schön anzusehen war das Spiel nicht, doch am Ende sprach der Sieg für den VfB.
Für den VfB Stuttgart geht es am Sonntag (9. November) in der Bundesliga weiter. Dann ist der FC Augsburg zu Gast in der MHP-Arena. Anpfiff ist um 17.30 Uhr.