Sieben niedliche Schwanenküken sind vor Kurzem in Calw geschlüpft. Foto: Klormann

Mitte März bezogen zwei Schwäne ein Nest hinter der Villa Wagner in Calw. Nun sind sieben Küken geschlüpft. Doch es hätten sogar noch mehr sein können.

Sie waren früh dran in diesem Jahr, die Calwer Schwäne. Früher zumindest als die meisten ihrer Artgenossen es in der Regel sind.

 

Wie der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) auf seiner Internetseite schreibt, legen Höckerschwäne ihre Eier in der Regel erst in der zweiten Aprilhälfte. In Calw brüteten die Tiere aber schon ab etwa Mitte März in ihrem Nest am Pavillon hinter der Villa Wagner – geschützt von einem Bauzaun, den der städtische Bauhof aufgestellt hatte.

2025 wurden die Schwäne im Nest mit Müll beworfen

An diesen Standort, den die Tiere bereits seit mehreren Jahren nutzen, waren sie 2026 zurückgekehrt, nachdem sie im vergangenen Jahr am Flussufer nahe der Marktbrücke genistet hatten – mutmaßlich, weil sie am Pavillon nicht die nötige Ruhe bekamen.

Dort waren sie zwar vor dem direkten Kontakt zu Menschen besser geschützt, Passanten hatten den brütenden Schwan jedoch mit Müll beworfen.

Ein einzelnes Ei liegt noch im Nest der Schwäne am Pavillon in Calw. Vermutlich wird daraus kein Küken mehr schlüpfen. Foto: Klormann

Acht Eier legte das Schwanenweibchen. Und mittlerweile sind sieben Küken geschlüpft. In den vergangenen Tagen wurden sie bereits an verschiedenen Stellen entlang der Nagold beobachtet.

Das achte Ei liegt derweil noch im Nest. Warum daraus kein kleiner Schwan schlüpfte, kann verschiedene Gründe haben. Möglicherweise wurde das Ei schlicht nicht befruchtet.

Schwanenküken haben noch graue Federn und bleiben im Schutz ihrer Eltern. Im Alter von etwa 18 Wochen können die Jungtiere fliegen. Spätestens zu Beginn der nächsten Brutsaison werden sie aus dem Territorium der Eltern vertrieben.