Garten-, Friedensschule oder der Schulverbund am Deutenberg: Viele Schulen im Stadtbezirk Schwenningen werden derzeit saniert. Bald ist auch die Neckarschule dran: Deren Turnhalle muss grundlegend erneuert werden. Und davon werden nicht nur Schüler und Lehrer profitieren.
Manch einer mag sich vielleicht noch daran erinnern, als die im Erdgeschoss des Turnhallengebäudes der Neckarschule beheimatete, nicht mehr genutzte Schwimmhalle im Jahr 2013 in Klassen- und Lehrerzimmer umfunktioniert und dadurch die Schwenninger Grundschule am Rande des Waldfriedhofs erweitert werden konnte.
Jetzt, mehr als zehn Jahre später, soll die Neckarschule zwar nicht noch weiter vergrößert, dafür aber ein weiteres Mal rund um die Turnhalle saniert und brandschutzertüchtigt werden. Man möchte das gesamte Gebäude „zukunftsfähig“ machen, heißt es vonseiten der Stadtverwaltung.
Thema in Gremien
Diese ist nämlich in der kommenden Sitzung des Technischen Ausschusses am Dienstag, 10. Dezember, am Zuge, um die Sanierungspläne vorzustellen. Dabei steht weniger das besagte Erdgeschoss als vielmehr das erste Obergeschoss mit Turnhalle, Umkleiden, Sanitäranlagen, Geräteräumen sowie Lehrerzimmer im Fokus.
Auch Vereine profitieren
Laut Verwaltungsvorlage muss der marode Sportboden der Turnhalle ebenso dringend erneuert werden wie Sanitäranlagen und elektrotechnische Installationen. Auf Wunsch der Schule werden die Duschräume verkleinert und dafür die Umkleideräume vergrößert. Durch einen neuen direkten Zugang sowohl vom Lehrerzimmer als auch vom kleinen Geräteraum verspricht man sich eine Optimierung des Sportunterrichts und der Nutzung durch Vereine.
Neue Sportgeräte
Für Schule und Vereine wird es in Zukunft eine komplette Neu-Ausstattung der bestehenden Sportgeräte geben – das heißt auch, dass sie auf die aktuellen Bedürfnisse und Sicherheitsstandards angepasst werden. Dazu zählen unter anderem Kunstturngeräte sowie Volleyball- und Badminton-Anlagen, Basketballkörbe oder Handballtore. Sprossenwände, eine Boulderwand, Spielsäulen sowie ein „Action-Center“ sollen darüber hinaus installiert werden. Ein neuer Trennvorhang ermöglicht parallele Nutzungen in zwei Bereichen und optimiert so die Möglichkeiten für die Belegung der Turnhalle, so die Verwaltung.
Auch zweites OG betroffen
Waren im zweiten Obergeschoss bis vor Kurzem noch eine bewohnte Hausmeisterwohnung sowie eine kleine Einzimmerwohnung, sollen diese nun in Lagerräume für die Schule sowie in einen Hausmeisterraum umfunktioniert werde. Feuerhemmende Elemente sowie Türen werden über alle Stockwerke verteilt eingebaut.
Fasst der Gemeinderat in seiner Sitzung am 18. Dezember also den erforderlichen Projektbeschluss, ist ein straffer Zeitplan für die Sanierung vorgesehen: Die ersten Ausschreibungen könnten ab Februar/März 2025 erfolgen, die baulich Umsetzung ist ab den Pfingstferien 2025 anvisiert und soll möglichst zum Beginn des neuen Schuljahres 2025/26 in der Turnhalle abgeschlossen sein, heißt es in der Vorlage.
Sportbetrieb umdisponiert
Für die Dauer der Sanierungsarbeiten werde das Amt für Jugend, Bildung, Sport und Integration (JuBIS) in enger Abstimmung mit Schule und den Vereinen den Sportbetrieb entsprechend umdisponieren.
Ein Abschnitt fehlt noch
Rund 2,5 Millionen Euro soll die Stadt die sogenannte „Brandschutzsanierung“ der Neckarschule kosten, die im Haushalt 2024/25 bereitgestellt sind. Doch ganz fertig saniert ist die Grundschule dann immer noch nicht, wie eine Randbemerkung in der Vorlage deutlich macht: Denn die Gebäudedächer – idealerweise zusätzlich ausgestattet mit einer Photovoltaik-Anlage -, Fenster und Fassaden müssen in weiterer Zukunft ebenfalls auf Vordermann gebracht werden.
Das heißt: Es kommt womöglich ein weiterer – abschließender – Sanierungsabschnitt hinzu.