Die Hängebrücke wird am Wochenende 25. und 26. April eröffnet. Von den erwarteten Besuchermassen soll auch der Handel profitieren. Foto: Otto

Das schafft nicht einmal die Fasnet. Die Stadt rechnet am Wochenende der Hängebrückeneröffnung mit einem Besucherrekord. Davon soll auch der Handel profitieren.

Die Fertigstellung der Rottweiler Hängebrücke ist in Sichtweite. Täglich kann man sich an der Neckarline-Baustelle selbst ein Bild davon machen, wie schnell der Brückenbau fortschreitet. Dass da am Termin für das Eröffnungswochenende – vorgesehen ist der 25. und 26. April – noch einmal gerüttelt wird? Unwahrscheinlich.

 

Der Gewerbe- und Handelsverein jedenfalls möchte mit von der Partie sein und hat deshalb bei der Stadt um die Genehmigung eines verkaufsoffenen Sonntags gebeten. Zuständig ist der Gemeinderat, der in seiner Sitzung am Mittwoch, 25. Februar, darüber entscheiden wird. „Die offizielle Eröffnung der Hängebrücke stellt ein herausragendes Ereignis mit überörtlicher Bedeutung dar, das nach Einschätzung der Veranstalter und der Stadt einen erheblichen Besucherzustrom aus der Region und darüber hinaus erwarten lässt“, schreibt der GHV (Rottweil aktiv) in seinem Antrag.

Handwerker- und Mittelaltermarkt

Der „erhebliche Besucherzustrom“ drückt sich in Zahlen so aus: Die Stadt rechnet für das Eröffnungswochenende mit 24 000 Menschen, die nach Rottweil kommen. Allein am Sonntag werden 8000 Besucher erwartet. Diese Schätzung beruht auf einer Besucherfrequenzmessung der Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung, die an vergangenen verkaufsoffenen Sonntagen erfolgte, und auf Schätzungen des Betreibers der „Neckarline“ – schließlich hat dieser ja bereits zwei vergleichbare Brücken eröffnet.

Für das Wochenende sind zudem unter anderem ein Handwerkermarkt auf dem Berner Feld und ein Mittelaltermarkt am Bockshof geplant – die Öffnung der Läden am Sonntag von 12 bis 17 Uhr soll diesen Anlass nun auf Wunsch des GHV begleiten. Einen weiteren verkaufsoffenen Sonntag wird es übrigens, wie gewohnt, am dritten Sonntag im Oktober geben – nach dem Volksbanklauf.

Droht eine Überlastung?

Natürlich hofft der demnächst auch noch durch die Baustelle am Friedrichsplatz gebeutelte Rottweiler Einzelhandel, dass er gleichermaßen von den zu erwartenden Besuchermassen profitiert. Eingebunden werden soll am Eröffnungswochenende aber auch – wie bei verkaufsoffenen Sonntagen üblich – die Saline. Und das auch wegen dort vorhandenen Parkmöglichkeiten, die bei solch einem Besucherandrang dringend gebraucht werden.

Was die Stadt nämlich verhindern möchte, ist eine Überlastung der Innenstadt. Geplant ist, dass Besucher auf den Parkplätzen der großen Handelsbetriebe der Saline parken können und mit Shuttlebussen in die Innenstadt fahren. Mehr ist in der Vorlage zur Gemeinderatssitzung in Sachen Parken nicht zu lesen. Allerdings dürfte das Eröffnungswochenende ein kleiner Vorgeschmack dessen sein, was die Rottweiler Innenstadt 2028 zur Landesgartenschau erwartet.