Da ist sie noch, die letzte kleine Lücke der Hängebrücke „Neckarline“, die am Donnerstagnachmittag endgültig geschlossen wird. Foto: Otto

Was für ein Endspurt: Sogar im Schneegestöber werden an der Hängebrücke in Rottweil letzte Teile montiert. Am Donnerstag ist es dann soweit: Der Brückenschlag ist geschafft!

Seit Mitte Januar wächst der „Laufsteg“ der 606 Meter langen Fußgängerhängebrücke über das Neckartal hinweg – zunächst vom Bockshof in der Rottweiler Innenstadt, dann von beiden Seiten aus. Jetzt ist es vollbracht: Die letzte Lücke ist geschlossen. Die Brücke verbindet die Innenstadt mit dem Berner Feld und dem Testturm.

 

Dem Lückenschluss der „Neckarline“ voraus ging ein echter Wettlauf gegen die Zeit. Das Team der am Bau beteiligten Firmen HTB, Eberhardt und Raich hatte sich ein enormes Pensum vorgenommen, um im Plan zu bleiben. Zehn der 3,50 Meter langen und 500 Kilogramm schweren Teile pro Tag wurden im Schnitt montiert.

Arbeit mitten im Schneegestöber

Da ließen sich die Profis auch vom Schneefall der vergangenen Tage nicht aus dem Takt bringen. Mitten im Schneegestöber ging es auf der Brücke unbeirrt weiter.

Am Mittwochnachmittag waren es noch 13 Laufsteg-Teile, die auf dem Berner Feld lagen, um per Transportwagen auf dem bestehenden Laufsteg nach vorne bugsiert und montiert zu werden. Und die Lücke wurde kleiner und kleiner.Spannung dann am Donnerstagnachmittag: Die letzte kleine Lücke ist von den Endpunkten aus schon kaum mehr zu sehen, als das finale Teil herangefahren und platziert wird.

Handlauf wird montiert

Groß gefeiert wird das nun aber nicht, wie vor Ort zu erfahren ist – es wird weiter geschafft. Während des Lückenschlusses wird schon damit begonnen, vom Bockshof aus den Handlauf zu montieren. Als nächstes kommen die seitlichen Sicherheitsnetze, von unten wird das Windseil montiert. Es ist noch einiges zu tun, bis zur Abnahme und letztlich zur Eröffnung Ende April. Die „blaue“ Optik, über die sich manche Beobachter schon wundern, ist übrigens nur vorübergehend.

Eingang zur Brücke wird sichtbar

Konkreter wird es derweil auch um die Brücke herum: Im Bockshof steht jetzt neu ein „Eingangselement“ für den Zugang zur Brücke, oben auf dem Berner Feld ist in der Nähe des Pylons ein Ticketautomat installiert und im Besucherzentrum wurden die ersten Büros bezogen. Die Vorfreude auf die endgültige Fertigstellung der „Neckarline“ wächst. Die Dimensionen sind jetzt jedenfalls mehr als deutlich. Ein Schaulustiger am Donnerstag sagt: „So gewaltig hab’ ich mir das gar nicht vorgestellt. Die Form ist schon beeindruckend.“