Die Hängebrücke in Rottweil bestand lange nur auf dem Papier. Jetzt hängt sie nicht, sondern sie kurvt elegant über den Neckar. Das sind die Besonderheiten.
Obwohl der Brückenschlag über den Neckar inzwischen geschafft ist: Wer zur Hängebrücke geht und sich umsieht, entdeckt auch in dieser Bauphase immer wieder etwas Neues. Eine Frage, die etliche Rottweiler zuletzt besonders bewegt hat, dürfte nun wohl auch endlich geklärt sein.
Bislang nämlich zog sich die Hängebrücke, passend zum Frühling, als „blaues Band“, durch die Lüfte. Dieser unerwartete Farbstrich zwischen der Rottweiler Innenstadt und dem Berner Feld mit dem Testturm irritierte so manchen. Und wir haben zwar schon darüber berichtet, doch die Nachricht scheint nicht überall angekommen zu sein: Nein, die Hängebrücke bleibt nicht Blau. Das blaue Sicherheitsnetz war nur temporär.
Jetzt in Silber statt in Blau
In den vergangenen Tagen wurde das Netz weitgehend entfernt, das Geländer ist nun installiert und wird derzeit sogar schon auf Hochglanz poliert. Statt in Blau schwingt sich sie „Neckarline“ jetzt in Silber übers Tal.Und da sind wir auch schon beim „Schwung“: Investor Günter Eberhardt hatte die besondere „S-Form“ zwar schon immer angekündigt, doch erst jetzt zeigt sich, wie gebogen die Brücke tatsächlich ist. Der Höhenunterschied des Laufstegs beträgt 20 Meter.
Ausweichstellen eine Besonderheit
Wer vom Berner Feld in Richtung Innenstadt läuft, muss erst einmal einen kleinen Berg hinauf, bevor die Brücke dann abfällt und sich der Panoramablick auf die Stadtkulisse bietet. Ein besonderer Effekt. Den haben andere Brücken ebenso wenig zu bieten wie die speziellen Ausweichstellen. Vier Stück gibt es auf der „Neckarline“, dort ist die Brücke auf 2,50 Meter statt der sonstigen 1,20 Meter verbreitert, um Rollstuhlfahrern und Personen mit Kinderwagen eine bequeme Nutzung zu ermöglichen. Oder man kann natürlich auch einmal für ein Foto etwas länger verweilen.
Der Kran ist abgebaut
Die Erbauer haben dafür einen großen Aufwand betrieben, eine Ausweiche musste mit einem riesigen Autokran an ihren Platz gebracht werden.Ein Autokran war auch am Donnerstag wieder im Einsatz, nämlich um den großen Baustellenkran abzubauen. Jetzt zeigt sich die Brücke samt Pylon erstmals ohne Baustellen-Flair. Gearbeitet wird aber trotzdem noch fleißig. Nicht nur auf der Brücke, sondern auch davor: Der Eingangsbereich im Bockshof ist gepflastert, der Weg nach oben wird gerade angelegt. Lange geht es nicht mehr, dann wird hier Ende April das rote Band durchschnitten.