Beim Bau der Hängebrücke in Rottweil hat ein neues Kapitel begonnen: Der „Laufsteg“ über das Neckartal hinweg wird montiert. Wir waren vor Ort.
Noch ganz unwirklich erscheint der Anblick, der sich plötzlich in Rottweil bietet: Während bislang nur die vier Stahlseile den Verlauf der Hängebrücke markierten, ragt jetzt der „Laufsteg“ ins Neckartal hinaus.
Die Fachleute der Firma HTB aus Österreich haben damit begonnen, die Elemente des Stegs vom Bockshof in der Innenstadt her zu montieren. Mit einem Wagen werden die rund 500 kg schweren und dreieinhalb Meter langen Einzelelemente nacheinander nach vorn geschoben und mit den Seilen verankert.
Hoch oben über dem Tal sitzt bei den Monteuren jeder Griff. Und etliche Schaulustige verfolgen das Schauspiel fasziniert.
606 Meter wird sie lang
606 Meter wird die Hängebrücke lang werden, es gibt also noch jede Menge zu sehen, bis der Steg bis hinüber zum Berner Feld auf der anderen Seite des Tals verlegt ist.
Nach der Montage der Elemente erfolgt die Sicherung mit den seitlichen Seilen. Und etliche weitere Arbeitsschritte sind nötig, bis die Hängebrücke dann begehbar sein wird. Die Zeit drängt: Ende April wird die „Neckarline“, für die es schon jetzt Tickets gibt, eröffnet.