Über den wohl am weitesten gereisten Besuch seit ihrer Gründung durfte sich die Neckar-Werkstatt Sulz GmbH neulich freuen.
Vier Männer der Gemeinde Santa Catalina de Siena aus Lima, Peru, besuchten gemeinsam mit den Frauen des Arbeitskreises Weltkirche der Seelsorgeeinheit Empfingen-Dießener Tal die Werkstatt für Menschen mit Behinderung.
Bei einem Rundgang durch die Räumlichkeiten der Neckar-Werkstatt Sulz (NWS) zeigten die aktuell 42 Betreuten ihre Arbeitsplätze. Die Besucher staunten nicht schlecht, welche Vielzahl und Diversität an Arbeiten in den Gruppen angeboten wird.
Unterschiedlicher Umgang in Ländern
Nadja Keucher, Geschäftsführerin der NWS, berichtete außerdem von den arbeitsbegleitenden Maßnahmen sowie der Möglichkeit der Teilnahme an Fortbildungen und Schulungen.
Beim abschließenden Gespräch zeigten sich alle überrascht von der jeweils anderen Handhabe im Umgang mit Menschen mit Behinderung.
Wichtige Einrichtungen
Gibt es in Peru keine derartigen Einrichtungen, so sind Werkstätten für Menschen mit Behinderung in Deutschland glücklicherweise seit Jahrzehnten eine Bereicherung.
Auch wenn die Politik aktuell wieder über deren Berechtigung diskutiert, so waren sich alle einig, dass solche Einrichtungen bestehen bleiben müssen.
In beiden Ländern nimmt die Anzahl der psychischen Erkrankungen zu, und es ist nach wie vor unabdingbar, dass Menschen mit Behinderung nicht an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden.
Dank der Übersetzerin Sarah Bader kamen kaum sprachliche Barrieren auf.