Mit dem Erlös aus den Handys finanzierte der Paketzusteller seine Drogensucht. (Archivbild) Foto: dpa/Sebastian Gollnow

Im Neckar-Odenwald-Kreis und im Hohenlohekreis verschwinden zahlreiche Handy-Lieferungen. Die Polizei kommt einem 20-jährigen Paketboten auf die Schliche.

Ein Paketzusteller ist vom Amtsgericht in Adelsheim (Neckar-Odenwald-Kreis) zu 60 Stunden gemeinnütziger Arbeit und über 11.000 Euro Schadenersatz verurteilt worden. Das Gericht sah es als bewiesen an, dass der 20-Jährige zahlreiche Pakete gestohlen hatte, in denen sich hauptsächlich Handys befanden, wie ein Polizeisprecher sagte.

 

Der entstandene Schaden belaufe sich auf 20.000 Euro. Im Zeitraum von Juli 2022 bis Februar 2023 seien insgesamt 30 Sendungen verschwunden. Der 20-Jährige habe nach einer Durchsuchung im Juli 2023, bei der zahlreiche Beiweise gesichert wurden, ein Geständnis abgelegt. Er habe die erbeutete Ware auf verschiedenen Plattformen verkauft, um so seine Drogensucht zu finanzieren.

Betroffene Kunden in Osterburken, Adelsheim und Rosenberg

Geschädigte waren die Unternehmen, welche die Geräte versendet hatten sowie die Deutsche Post, die für die verlorenen Geräte eine Entschädigung zahlen musste. Endkunden hatten stets ein neues Gerät zugestellt bekommen. Vom Diebstahl betroffen waren Sendungen in die Orte Osterburken, Adelsheim, Rosenberg, Ravenstein (Neckar-Odenwald-Kreis) und Krautheim (Hohenlohekreis).

Das Urteil gegen den Paketzusteller erging bereits im April. Die Polizei informierte darüber erst jetzt.