Oberhalb der Au wird seit einigen Tagen gebaggert, geschottert und planiert – Was sich dort tut? Wir haben bei den zuständigen Stellen nachgefragt.
Dort oben also auf dem Plateau zwischen Rottweil und Göllsdorf, wo sich die Tafelgasse und der Weg „Auf Weinreben“ treffen, entsteht ein Lagerplatz für Kies – Neckarkies, um genau zu sein.
„Hier handelt es sich um eine Baustelleneinrichtung für den ersten Bauabschnitt der Neckarrevitalisierung zwischen Prim-Mündung und ENRW“, erklärt Bürgermeisterin Ines Gaehn auf Nachfrage.
In der Bürgerinformation am 2. Juli im Kapuziner hatten Stadt und Regierungspräsidium, die Bauherrin der Neckarrevitalisierung ist, erklärt, was nach den Sommerferien angegangen wird. Die Kanal, der Prim und Neckar bis zum einstigen ENRW-Wehr in die Gerade zwingt, wird rückgebaut, der Neckar dafür in einen naturnahen Zustand zurückversetzt. Und dafür braucht es Material.
Steinchen aus Nürtingen
Viel Material – mehr als 20 000 Kubik darunter Kies, Wurzelstöcke und Wasserbausteine, sollen dem Neckar eine neues Gesicht geben und Lebensräume schaffen. Weiter Richtung ENRW soll der Fluss sich dann bis zum Fels hin ausdehnen dürfen. Dafür wird der Fuß- und Radweg auf die andere Flussseite verlegt.
Bis aber Kies und Co. für die gewässerökologische Aufwertung zum Einsatz kommen können, müssen diese zwischengelagert werden, erklärt das RP auf Nachfrage.
„Seit dieser Woche wird Kies, der aus einer Baumaßnahme am Neckar in Nürtingen stammt, auf die große Baustelleneinrichtungsfläche gefahren“, so das RP.
Noch kein Starttermin
Außerdem erfolge derzeit die Beauftragung der ausführenden Baufirma. Mit den weiteren Vorarbeiten zur Einrichtung der Baustelle solle im September begonnen werden. Ein genauer Termin, wann es unten an Neckar und Prim dann losgeht, stehe aber noch nicht fest. Bei der Infoveranstaltung im Juli war das Ende der Sommerferien als Start anvisiert worden.