Die geschäftliche Nutzung als Haushaltswarengeschäft hatte Jeckel bereits vor einiger Zeit eingestellt. Foto: Baum

Die Erbengemeinschaft hat das Haus Jeckel an die Stadt Rottenburg veräußert. Pläne für das Areal gibt es schon seit Längerem. Nach dem notariellen Kaufvertrag konnte nun die Auftragsvergabe erfolgen.

Rottenburg - Im stadtbildprägenden Gebäude neben dem Rathaus am Marktplatz soll im ersten Obergeschoss eine Pilgerherberge entstehen, die auch von Radtouristen genutzt werden kann.

Im Geschoss darunter sollen Büros und eine touristische Anlaufstelle entstehen. Das Erdgeschoss soll touristisch und kirchlich genutzt werden. Schon vor einiger Zeit wurden die ersten Planungen für das Jeckel-Areal vorgestellt. Auch gab der Gemeinderat bereits grünes Licht für die Überplanung durch das Architektenbüro Lederer Ragnarsdottir Oei.

Wohnbau soll Räume neben Rathaus bekommen

Die Vergabe konnte jedoch erst erfolgen, als der notarielle Kaufvertrag zwischen der Erbengemeinschaft und der Stadt endgültig besiegelt war. Die geschäftliche Nutzung als Haushaltswarengeschäft stellte Jeckel vor einiger Zeit bereits ein. In erster Linie wollen Stadt und Kirche Begrüßungssituationen für Besuchergruppen abbilden können. Zudem soll die Wohnbau Rottenburg eigene Verwaltungsräume direkt neben dem Rathaus bekommen.

"Die Wohnbau Rottenburg wächst stetig", erklärte Volker Derbogen vor einiger Zeit in einer Sitzung des Betriebsausschusses der WBR. Das Architektensuchverfahren für das große Projekt sei abgeschlossen, das Architektenbüro Lederer - Ragnarsdottir Oei aus Stuttgart bekam den Zuschlag.

Denkmalpflegerische Untersuchung läuft

Das Architektenhonorar für den Auftrag beträgt 435.000 Euro. Erster Bürgermeister Thomas Weigel erklärte im Gespräch mit unserer Redaktion, dass der Umbau insgesamt zwischen 18 und 20 Millionen Euro kosten wird. Finanziert werden soll es über den Haushalt und eine Abschnittsweise Vergabe der Auftragsleistungen.

Der Kostenbetrag sei eine erste grobe Schätzung, ohne dass das Gebäude näher untersucht wurde. Fraglich sei, ob es bei diesen Kosten bleiben wird und wie belastbar die zahlen sind. Die Gutachter untersuchen derzeit das Gebäude auf denkmalpflegerisch wertvolle Dinge, so Weigel. Im umgenutzten Gebäude soll auch die WTG Büroräume bekommen, so dass ein Umzug der Wirtschafts- und Tourismusgesellschaft ansteht, wenn das Gebäude fertig saniert ist.